Forschung
Neue Netzwerke für Firmen und Forscher

Die vier Nordwestschweizer Kantone Aargau, Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Jura gründen den neuen Verein i-net für einen besseren Innovations-Transfer. Der Aargau ist noch nicht Vollmitglied, hat aber ein Abkommen zur Kooperation unterzeichnet.

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Vertreter von i-net und der Kantonsregierungen, von links Christof Klöpper (i-net), Michael Bornhäusser (i-net), Peter Zwick (BL), Christoph Brutschin (BS), Urs Hofmann (AG) und Michel Probst (JU).

Vertreter von i-net und der Kantonsregierungen, von links Christof Klöpper (i-net), Michael Bornhäusser (i-net), Peter Zwick (BL), Christoph Brutschin (BS), Urs Hofmann (AG) und Michel Probst (JU).

Grund dafür ist die von der Regierung Anfang April lancierte Hightech-Strategie, über welche der Grosse Rat im Sommer befinden wird. «Der Aargau kann dem Verein i-net innovation networks erst nach einem positiven Beschluss des Parlaments und nach Ablauf der Referendumsfrist beitreten», sagte Regierungsrat Urs Hofmann an der Gründung in Liestal. Durch das Abkommen sei unser Kanton aber «von Beginn an in die wichtigen Entscheidungen eingebunden.»

Nanoteil mit Sitz im Aargau

Das Teilprogramm i-net Nano wird nach dem Beitritt seinen Sitz im Aargau haben. Weil der Aargau in der Nanotechnologie stark ist, auch dank der Spitzenforschung am Paul-Scherrer-Institut, mache der Sitz in der Region Villigen oder Brugg-Windisch Sinn, betont Geschäftsführer Christof Klöpper von i-net. Volkswirtschaftsdirektor Urs Hofmann betonte bei der Gründung, 34 Prozent der Aargauer Beschäftigten seien im industriellen Bereich tätig. Einer der Schlüssel zum Erfolg sei «die konstante Innovation und ein leistungsfähiger Wissens- und Technologietransfer», von der Bildung und Forschung direkt zu den Unternehmen. Unser Kanton habe schon früh erkannt, dass die Nanotechnologie für vielfältigste Anwendungen eine grosse Rolle spielen werde. «Der Aargau unterstützt deshalb das Swiss Nano Institute (SNI) der Universität Basel mit jährlich 5 Millionen Franken», erklärte Hofmann. Die Beteiligung an i-net innovation bezeichnete er als wichtige Komponente von Hightech Aargau.

Das Ziel des neuen Vereins ist klar: Er soll das Umfeld für die ansässigen Technologie-Unternehmen weiter verbessern und dazu beitragen, dass neue Firmen der Branche in der Nordwestschweiz gegründet oder angesiedelt werden. Das neue Netzwerk biete eine Plattform für Unternehmer und Forscher in den Bereichen Cleantech, Life Sciences, Medtech, Nanotechnologie, ebenso von Information und Kommunikation. Vereinspräsident Michael Bornhäusser bezeichnet «die nachfrageorientierte Innovationsförderung von i-net als wichtigen Wettbewerbsvorteil für die Unternehmen der Region». Die beteiligten Firmen könnten die Inhalte und die Themen selber setzen, betonte er an der Medienorientierung in Liestal. Der Hauptsitz des Vereins ist in Muttenz, die Geschäftsstelle in Basel und das neu lancierte i-net Medtech in Delémont.

Einzigartig in der Schweiz

Bei der Präsentation durch Regierungspräsident Peter Zwick (BL), die Regierungsräte Urs Hofmann (AG), Christoph Brutschin (BS) und Vice-président du Gouvernement Michel Probst (JU) wurde betont, diese Innovationsförderung sei bisher einzigartig in der Schweiz. Der Verein i-net hat für den Zeitraum 2012 bis 2015 jährlich ein Budget von 1,6 Millionen Franken. Eine spätere Beteiligung des Kantons Solothurn sei möglich und auch erwünscht. (az)

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