Naturschutz

Naturschutz: 10 Millionen Franken sind gebucht, vielleicht auch mehr

Die Erfolge im Natur- und Landschaftsschutz sollen mit dem Programm «Natur 2020» gesichert werden. Foto: Eds

Der Naturschutz geniesst viel Kredit

Die Erfolge im Natur- und Landschaftsschutz sollen mit dem Programm «Natur 2020» gesichert werden. Foto: Eds

Das Anschlussprogramm für «Natur 2020» findet mit einem 10-Millionen-Kredit breite Unterstützung bei den Politikern. Die SP möchte gerne mehr, die Freisinnigen sagen diesem Wunsch unter Bedingungen zu.

Das Programm 2010 geht mit dem Jahr zu Ende, jetzt präsentiert die Regierung dem Parlament mit «Natur 2020» die Fortsetzung. Für die fünf Jahre 2011 bis 2015 geht es brutto um 16,5 Millionen Franken, nach Abzug der Bundessubventionen netto für den Aargau um 10 Millionen Franken. Den Grosskredit von netto 10 Millionen Franken unterstützen alle Parteien und Verbände. Aber SP und Grüne wollen mehr Geld.

SP will Naturgeld verdoppeln

Das grosse Echo aus der Anhörung fällt positiv aus wie selten einmal: 26 Parteien, Replas und Verbände unterstützen diesen Eckpfeiler der kantonalen Natur- und Landschaftsschutzpolitik. Kein Wunder, denn die bisher eingesetzten Gelder zur Sicherung und Förderung der Vielfalt und Vernetzung «zeigen an vielen Orten erfreuliche Erfolge», schreibt die Regierung. Jetzt gehe es darum, die positiven Wirkungen langfristig zu sichern.

Bei einer so breiten Anhörung von den Parteien über die Ammänner bis zum Bauernverband sind Zusatzwünsche nicht verwunderlich. Erstaunlich ist eher die Tatsache, dass die Grünen von der SP bei den Forderungen überholt werden: Die Grünen verlangen eine Aufstockung um «nur» 1,8 Millionen Franken, damit etwa gleich viel Geld zur Verfügung stehe, wie das bisher der Fall war. Die SP Aargau fordert nahezu eine Verdoppelung auf netto 19,35 Millionen Franken.

Auf der Bremse stehen die Freisinnigen insofern, als sie solche weitergehenden Anträge ablehnen wollen. Ja sagen sie nur unter dem Vorbehalt, dass die 40 Prozent Bundesbeiträge zugesichert werden.

Fast alle Gelder werden für Förderung und Vernetzung der Lebensräume und Arten eingesetzt. Inbegriffen ist darin die Unterstützung von 105 Projekten für 850 000 Franken in den Gemeinden.

Bauern sind skeptisch

Für eine massiv verstärkte Ökologie im Siedlungsraum setzt sich die SP ein. Der Bauernverband Aargau plädiert dafür, die Mittel für den klassischen Naturschutz zu kürzen und stattdessen noch mehr ökologische Bewirtschaftungsverträge mit den Bauern abzuschliessen. Auch die 320 000 Franken für den Landerwerb könne man streichen und andere Kreditanteile senken.

Die Regierung selber schreibt von einer «ausgewogenen und an den Realitäten orientierten Lösung». Der Spielraum für zusätzliche Mittel sei beschränkt, eine Kürzung aber würde den Erfolg gefährden. Für die SVP sind die 1100 Meter Amphibienzäune für 1 Million Franken etwas gar teuer geraten. Für ein Jahr ist die absolute Mehrheit von 71 Stimmen nötig (Natur 2020: www.ag.ch/alg).

Meistgesehen

Artboard 1