Industrie
Nachfolge geregelt: Remo Lütolf wird neuer Chef von ABB Schweiz

Der Nachfolger von Jasmin Staiblin an der Spitze von ABB Schweiz ist bestimmt. Er heisst Remo Lütolf. Lütolf tritt sein Amt als Landeschef und Vorsitzender der Geschäftsleitung von ABB Schweiz am 1. Januar 2013 an.

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Remo Lütolf wird neuer Chef der ABB Schweiz.

Remo Lütolf wird neuer Chef der ABB Schweiz.

zvg

Der neue Mann wird Staiblin ersetzen, die bekanntlich als Chefin zum Stromkonzern Alpiq wechselt. Der 56-jährige Lütolf arbeitet seit 1999 für ABB in verschiedenen Managementpositionen in Asien und Europa, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Seit 2004 leitet der Elektroingenieur ETH mit einem Executive MBA vom IMD Lausanne die globale Geschäftseinheit Leistungselektronik und Mittelspannungsantriebe mit Sitz in Turgi. Zwischen 2005 und 2008 war er zusätzlich Regional Manager Nordasien für Automationsprodukte mit Sitz in China.

Chef von 6900 Angestellten

Remo Lütolf wird Chef von einem der grössten Industrieunternehmen in der Schweiz. ABB Schweiz beschäftigte Ende Juni 2012 rund 6900 Mitarbeitende. Ende 2011 waren es noch 6181. Der starke Zuwachs sei eine Folge der Übernahmen der beiden Tessiner Firmen Trasfor und Newave zurückzuführen, heisst es bei ABB. Trasfor ist spezialisiert auf die Herstellung von Trockentransformatoren für Nieder- und Mittelspannung und erwirtschaftet mit insgesamt 380 Angestellten einen Umsatz von rund 130 Millionen Franken. Die Newave Energy erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 84 Millionen Franken. Die Firma ist Herstellerin von Geräten für die unterbrechungsfreie Stromversorgung. Im Tessin beschäftigt ABB nun 400 bis 450 Angestellte, wie ABB-Sprecher Lukas Inderfurth erläutert.

Weniger Aufträge im ersten Halbjahr

Im ersten Halbjahr 2012 erwirtschaftete die Ländergesellschaft einen Umsatz von 1,77 Milliarden Franken und konnte damit das Vorjahresniveau halten. Dagegen spüre man beim Bestellungseingang die «schwierige weltwirtschaftliche Lage», gab das Unternehmen Ende Juli bekannt. Mit 1,69 Milliarden Franken lag der Auftragseingang 10 Prozent unter der Vorjahresperiode. Allerdings sei das Bestellvolumen gegenüber dem zweiten Halbjahr 2011 (1,48 Milliarden Franken) gestiegen.

Konzern in 100 Ländern tätig

Der weltweit tätige Energie- und Elektrotechnikkonzern ABB wies gruppenweit für die ersten sechs Monate 2012 ein Umsatzplus von 3 Prozent auf 18,6 Milliarden Dollar aus. Allerdings verringerte sich der Gewinn um 13 Prozent auf rund 1,34 Milliarden Dollar. Der ABB Konzern ist in rund 100 Ländern tätig und beschäftigt insgesamt 145 000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.