Reformierte Kirche

Motion übernommen – austreten bald ohne Einschreiben möglich

An der Synode vom 5. November werden die Wahlzettel eingesammelt.

An der Synode vom 5. November werden die Wahlzettel eingesammelt.

An der Synode der Reformierten Landeskirche Aargau vom 5. November wurde die Motion zum vereinfachten Austritt aus der Kirche übernommen. Neu muss die Austrittsmeldung nicht mehr eingeschrieben versendet werden, ein normaler Poststempel reicht.

Am 5. November haben 157 Synodale der Reformierten Landeskirche Aargau im Grossratsaal eine Motion zur Erleichterung des Austritts aus der Kirche übernommen. Die Motion von Susanne Fricker aus Rupperswil hatte schon im Vorfeld für Gesprächsstoff gesorgt. Der Kirchenrat hatte eine entsprechende Motion schon im Jahr 2010 vorgelegt, war damals aber unterlegen. Die entsprechende Gesetzesänderung wird der Synode 2015 vorgelegt.

Bisher konnte nur aus der Kirche austreten, wer dies in einem eingeschriebenen Brief mitteilte. Wenn ein Brief nicht eingeschrieben versandt wurde, musste der Empfänger benachrichtigt werden und dieser musste das Schreiben eingeschrieben nochmals aufgeben. Dies war ein Mehraufwand für alle Parteien, den Fricker mit ihrer Motion beseitigen wollte.

Es wird von seiten der Kirche nicht erwartet, dass nun mehr Personen vom vereinfachten Rücktrittsprozess Gebrauch machen, wie sie in einer Medienmitteilung ausführt.

Der Entscheid, in der Kirche zu bleiben oder zu gehen, werde völlig unabhängig von formalen Hürden getroffen, meinten Kirchenratspräsident Christoph Weber-Berg und die Motionärinnen. «Man muss aber Mitgliedern, die gehen wollen, nicht noch unnötige Steine in den Weg legen.»

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