Meisterschwanden
Strandbad Seerose braucht neu eine brevetierte Badeaufsicht, deshalb steigen die Eintrittspreise für Erwachsene

2021 war das Strandbad Seerose in Meisterschwanden deutlich schlechter besucht als im Rekordjahr davor. Finanziell stehe die Gesellschaft dennoch solide da, ist dem Geschäftsbericht zu entnehmen.

Eva Wanner
Drucken
Letztes Jahr badeten rund 20'000 Personen im Strandbad Seerose. 15'000 weniger als im Vorjahr.

Letztes Jahr badeten rund 20'000 Personen im Strandbad Seerose. 15'000 weniger als im Vorjahr.

Michael Küng

Das Strandbad Seerose wartet in diesem Jahr mit mehreren Veränderungen auf. Eine davon: eine Badeaufsicht. Der Verwaltungsrat habe mit einem Rechtsanwalt Fragen rund um die Sicherheit geklärt, heisst es im Geschäftsbericht der AG Strandbad Meisterschwanden am Hallwilersee.

Die Abklärung ergab, dass während der Öffnungszeiten ein Bademeister oder eine Bademeisterin mit Brevet anwesend sein muss und bei grossen Andrang, der nicht näher definiert wird, von einer Assistenz unterstützt werden muss. Nach 19 Uhr wird kein Eintritt mehr verlangt und der Sprungturm und die Treppen zum See werden gesperrt. «Wenn jemand danach dennoch im See schwimmen will, tut er dies auf eigene Verantwortung.»

Die Einführung einer Badeaufsicht hat Einfluss auf einen anderen Bereich: die Eintrittspreise. Diese steigen laut Geschäftsbericht zum ersten Mal seit der Saison 2009. Erwachsene zahlen für einen Einzeleintritt neu 7 Franken (bisher 5), für ein 10er-Abo 63 Franken (45) und für ein Saisonabo 84 Franken (60). Die Preise für Kinder bleiben bei 2 Franken für einen Einzeleintritt und 24 Franken für eine Saisonkarte.

Deutlich weniger Eintritte in der letzten Saison

Im letzten Jahr hatte das Strandbad deutlich weniger Eintritte zu verzeichnen als auch schon: 19'991 konnten verbucht werden, im Vorjahr, das zu den absoluten Spitzenjahren gehörte, waren es noch über 35'000 gewesen, ist dem Geschäftsbericht zu entnehmen. Das Wetter sei schlicht zu schlecht beziehungsweise unstet gewesen, es fehlte an längeren Schönwetterperioden. Dies auch während der Schulferien.

Weniger Eintritte heisst weniger Einnahmen: 128’201 Franken wurden im vergangenen Jahr in die Eintrittskasse gespült. Im Vorjahr waren es noch 196'000 Franken gewesen. Die Gesellschaft habe dennoch ein solides finanzielles Fundament, ist dem Geschäftsbericht zu entnehmen.

So könnten verlustreiche Saisons verkraftet, aber auch notwendige Unterhalts- und Investitionsarbeiten getätigt werden. Dazu gehört beispielsweise eine Pho­tovoltaikanlage, von Pilz befallene Spalierbäume, die ersetzt werden müssen, der Bau eines Kassenhäuschens und der Umbau von Toiletten und sanitären Anlagen.

Den letzten Sommer beruflich im Strandbad in Meisterschwanden verbringen in diesem Jahr zwei Personen zum letzten Mal: Kurt Freudemann und Karin Schmitz, das bisherige Pächter-Team. Es hatte in der Vergangenheit Unstimmigkeiten gegeben; dass der Vertrag noch bis Ende Jahr besteht, war der Einigungsvorschlag einer Schlichtungsverhandlung, hiess es im letzten Geschäfts­bericht.


Aktuelle Nachrichten