Kantonsspital Aarau

Mehr Patienten: Hitze sorgt für Rekord im Spital

Patientenrekord im Aargau

Patientenrekord im Aargau

Über 4000 Patienten im Juli: Seit mehr als 10 Jahren hatte die Notaufnahme des Kantonsspitals nicht mehr so viel zu tun.

Der Juli bescherte nicht nur heisse Tage, sondern dem Zentrum für Notfallmedizin am Kantonsspital Aarau auch Patientenrekorde. So wurden erstmals seit 1991 über 4000 Patienten in einem Monat aufgenommen. Das bringt die Station an ihre Grenzen.

Es sind heisse Tage in diesem Sommer – ganz allgemein, und besonders auch im Zentrum für Notfallmedizin am Kantonsspital Aarau. Dort sorgen die hohen Temperaturen nämlich für einen Grossandrang. Das Kantonsspital (KSA) meldet für den Juli Rekordzahlen.

So wurden erstmals seit 1991 über 4000 Patienten in einem Monat aufgenommen, nämlich 4202. Ebenfalls erstmals wurden in der Notfallpraxis «KSA am Bahnhof» über 1100 Konsultationen in einem Monat durchgeführt (1162). Und schliesslich stieg auch erstmals die Anzahl der ambulanten Patienten auf über 3000 (3108). Das entspricht insgesamt einer täglichen, durchschnittlichen Anzahl von 135 Notfallpatienten.

«Einerseits war es überdurchschnittlich heiss, was bei vielen Personen zu einem Hitzestress führte», erklärt Ulrich Bürgi, Chefarzt des Zentrums für Notfallmedizin. Andererseits würden auch die demografischen Veränderungen zu den steigenden Zahlen beitragen: «Es gibt immer mehr ältere Menschen und diese leiden unter solchen Belastungssituationen stärker.» Hinzu komme, dass viele betreuende Personen – wie etwa Hausärzte – in den Ferien weilten und die Patienten deshalb direkt die Notfallstation im Spital aufsuchten.

Spital an der Kapazitätsgrenze

An «vielen Tagen» sei das Notfallzentrum an seine Kapazitätsgrenzen gestossen, sagt Bürgi. Das Aufnahmesystem mit der Einteilung der Patienten in fünf Kategorien – von lebensbedrohlich bis leicht krank – habe sich allerdings bewährt. Patienten in lebensbedrohlichem Zustand konnten immer sofort betreut werden. «Bei Patienten mit leichten Krankheiten entstanden teilweise längere Wartezeiten», so Bürgi. Die Patienten hätten aber Verständnis gezeigt.

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