Aargau
Mehr Lektionen für Schulen mit Problemklassen

Der Aargauer Regierungsrat will, dass Schulen mit erheblicher sozialer Belastung ihre Probleme besser lösen können. Dafür beantragt die Regierung eine vorgezogene Einführung von zusätzlichen Lektionen.

Dino Nodari
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Vorzeitige Einführung

Vorzeitige Einführung

Solothurner Zeitung

Rund 25 bis 30 Prozent aller Gemeinden sollen von dieser vorzeitigen Einführung profitieren können. Für die vorgezogene Einführung von Zusatzlektionen an belasteten Schulen in den Schuljahren 2011/12 und 2012/13 will der Regierungsrat einen Grosskredit von 9,1 Millionen Franken beantragen.

Antwort auf Bildungskleeblatt

Als Antwort auf das Scheitern der des Bildungskleeblatts hat der Regierungsrat ein neues Massnahmenpaket «zur Stärkung der Volksschule» geschnürt. Dabei sind unter anderem auch die Einführung von Zusatzlektionen für belastete Schulen geplant Diese sollen ab Schuljahr 2013/14 umgesetzt werden.

Da die betroffen Schulen aber bereits heute unter der Situation leiden, soll es bis dahin eine Übergangslösung geben. Eben die vorzeitige Einführung von Zusatzlektionen. Ein entsprechender Finanzierungsvorschlag war vom 10. Juni bis 29. Juli 2010 in der Vernehmlassung.

Grosskredit von 9,1 Millionen Franken

Die vorgezogene Einführung von Zusatzlektionen könne realisiert werden, sofern keine Gesetzesänderung vorgenommen werden müsse, schreibt die Regierung. Für diese Übergangslösung will der Regierungsrat einen Grosskredit von 9,1 Millionen Franken beantragen. Der Grosse Rat berät voraussichtlich im November darüber.

Mit der vorgezogenen Einführung von Zusatzlektionen könnten die dringlichsten Anliegen von Schulen mit erheblicher sozialer Belastung angegangen werden, so der Regierungsrat weiter.

Die Zusatzlektionen können für eigene Projekte und schulinterne fachliche Unterstützung verwendet werden. Den Schulen soll dabei ein grosser Handlungsspielraum gewährt werden. Ziel ist, Gefährdungen früher zu erkennen als bisher und auch früher zu intervenieren.