Die geplante Limmattalbahn soll von Zürich-Altstetten bis Killwangen-Spreitenbach führen, womit der Aargau klar mitbetroffen ist bzw. von dieser Bahn mitprofitiert, sich aber auch beteiligen muss. Nun, die Bahn ist noch lange nicht gebaut. Wenn alles rund läuft, nimmt sie 2019 den Betrieb auf. Doch man kann bereits als gegeben betrachten, dass sich der Aargau mit 8,9 Millionen Franken an der gesamten Planung bis 2016 beteiligt. Zusätzlich fordern die Parteien mehrheitlich, die schon länger diskutierte mögliche Verlängerung dieser Bahn bis nach Baden vertieft zu prüfen.

Bessere Erschliessung unerlässlich

Zu diesem Schluss kommen wir nach Sichtung der uns vorliegenden Parteistellungnahmen zur Vernehmlassungsvorlage. «Ausdrücklich begrüsst» wird das Vorhaben von der SP. Eine bessere Erschliessung durch den öV sei unerlässlich. Sie ist zusätzlich «der Meinung, dass auch eine Verlängerung der Linienführung bis nach Baden ernsthaft geprüft werden muss». Die SP stellt gleich Varianten zur Diskussion, beispielsweise eine mögliche Linienführung Killwangen–Neuenhof–Wettingen–Zentralstrasse–Hochbrücke–BahnhofWest. Eine mögliche Weiterführung wäre für die SP aber auch später möglich, «um die Realisierung der jetzt vorliegenden Linie nicht zu verzögern».

Ähnlich dezidiert antwortet die BDP. Dort ist man überzeugt, «dass die Limmattalbahn dereinst nicht in Killwangen enden darf, sondern über Neuenhof und Wettingen bis Baden weitergeführt werden muss».

CVP: Was genau zahlt der Bund?

Ein Ja zum Kredit kommt auch von der CVP. Sie will aber mit der eigentlichen Baubotschaft für diese Bahn «endgültig geklärt» haben, welchen Anteil der Bund übernimmt und ob zusätzliche Aufwendungen für Depot- und weitere Gebäude erforderlich sind. Die CVP vermisst zudem in der Vernehmlassungsvorlage eine Aussage zur Weiterführung der Bahn bis Baden.

Die FDP befürwortet die 8,9 Millionen Franken und begründet dies mit der Erwartung, dass die Agglomerationsgemeinden «zwischen Baden–Wettingen und Zürich in den nächsten Jahren ein starkes Arbeitsplatz- und Bevölkerungswachstum mit entsprechendem Mehrverkehr aufweisen werden». Auch die FDP will eine Verlängerung der Bahn bis Baden prüfen lassen.

SVP und Grüne gegensätzlich

Sinnvoll erscheint auch der SVP, dass die bereits im Richtplan festgesetzte Bahn in die Projektphase erhoben wird. Sie erwartet dafür «zwingend», dass das Projekt einen «wesentlichen Beitrag zur Entlastung des Ziel-Quell-Verkehrs» bringt. Umgekehrt, warnt die SVP, sollen aber keine «Abwehrmassnahmen im Verkehrsregime» erfolgen, wie sie Zürich nach Eröffnung der neuen Autobahnabschnitte vorgenommen habe.

Nur ein «Ja, aber» gibt es von den Grünen. Grundsätzlich begrüssen sie die Absicht des Kantons. Sie fordern zusätzlich aber genau das, was die SVP unbedingt verhindern will: Die Grünen lehnen «eine Erhöhung der Gesamtkapazität aller Verkehrsträger im Limmattal ab». Sprich: Es soll motorisierter Individualverkehr auf die Bahn verlagert werden.

Ja zum Projektkredit sagt auch die EVP, zumal das Strassennetz ausgelastet sei. Sie verweist ebenfalls auf die Verlängerungsmöglichkeit bis Baden. Wichtig sei, «dass die Verlängerung auch später noch möglich ist».