Lenzburg/Aarau
Der warme Start in den Gartenfrühling – Aargauer mit grünem Daumen zieht es in die Schrebergärten

«Jäten, jäten, jäten», sagt Charlotte Müller aus Aarau. Diese Arbeiten stehen in den Schrebergärten Schützenmatten in Lenzburg und in Aarau an.

Cynthia Mira und Anja Suter
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Ana Peic (40) aus Lenzburg: «Die Saison startet mit Grillieren»

Ana Peic bereitet für ihre Kinder das Mittagessen im Schrebergarten vor.

Ana Peic bereitet für ihre Kinder das Mittagessen im Schrebergarten vor.

Cynthia Mira / Aargauer Zeitung

«Wir haben den Schrebergarten im Herbst 2019 übernommen. Im Frühling war es wegen der Coronasituation sehr schwierig, Blumen zu kaufen. Wir sind absolute Neulinge, was die Bepflanzung eines Schrebergartens angeht. Ich möchte aber vor allem Früchte und Gemüse für meine Familie anbauen, damit meine Kinder einen bewussten Umgang mit der Natur lernen. Ich selbst ernähre mich seit sieben Jahren vegan. Heute ist bei uns Saisonbeginn, wir wollen grillieren.»

Susanne Stutz (59) mit Rolf Stutz (65) aus Aarau: «Wir verschenken auch vieles, wir können ja nicht drei Gurken am Tag essen»

Susanne und Rolf Stutz erhalten oft Besuch in ihrem Schrebergarten.

Susanne und Rolf Stutz erhalten oft Besuch in ihrem Schrebergarten.

Cynthia Mira / Aargauer Zeitung

«Wir wollten heute Morgen die ersten Primeln kaufen, aber es gab im Supermarkt keine mehr. Diese Blumen sind gefragt, jetzt wo die Sonne scheint. Bei uns blühen halt erst die Schneeglöckchen und Krokusse. Später pflanzen wir Gemüse an. Wir haben ein kleines Gewächshaus für Tomaten. Wir haben gerade das letzte Gemüse der Wintersaison gerüstet. Seit acht Jahren gärtnern wir hier. Meistens können wir was verschenken, von all dem was wir pflanzen. Wir können ja nicht drei Gurken am Tag essen.»

Hatice Gücün (40) mit Marco und Sara aus Aarau: «Die Kinder konnten wenigstens hier spielen»

Für die Kinder Marco und Sara ist der Schrebergarten ein Spielplatz.

Für die Kinder Marco und Sara ist der Schrebergarten ein Spielplatz.

Cynthia Mira / Aargauer Zeitung

«Wir waren wegen der Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus auch über den Winter oft hier. Wir waren sehr froh, dass wir den Garten hatten. Wir haben ihn erst vor zwei Jahren übernommen. Für die Kinder war es super. Sie konnten wenigstens hier im Freien spielen. Es hat einen Ofen im Haus und wir haben oft grilliert. Jetzt fängt das Putzen an und vor allem schauen wir, was über den Winter kaputt ging. Nebst Gemüse haben wir einen Birnbaum. Die vielen Birnen frieren wir ein.»

Charlotte Müller (70+) aus Aarau: «Jäten, jäten, jäten ist im Moment angesagt»

Bei Charlotte Müller gackern im hinteren Teil auch Hühner.

Bei Charlotte Müller gackern im hinteren Teil auch Hühner.

Cynthia Mira / Aargauer Zeitung

«Eigentlich wollte ich zum Saisonstart zuerst die Küche reinigen, dann habe ich aber einen Blick in den Garten geworfen und gewusst, was ansteht: jäten, jäten, jäten. Das ist wichtiger als die Küche. Ich bin ein Fan von Blumen und habe hier über 20 Beetli. Den Schrebergarten haben wir schon über zehn Jahre. Ich habe ihn damals von einem älteren Herrn übernommen. Nicht nur den Schrebergarten, sondern auch noch einige Hühner. Die haben wird noch bis heute.»

Bardosh Elshani (40) aus Aarau: «Dieses Wetter ist ein Jackpot für den Putz»

Der Frühlingsputz beginnt für die Familie Elshani im Schrebergarten.

Der Frühlingsputz beginnt für die Familie Elshani im Schrebergarten.

Cynthia Mira / Aargauer Zeitung

«Ich streiche gerade unser Haus neu und mein Vater mäht den Rasen. Das sind die ersten Aufgaben im Frühling. Das Wetter ist jetzt wie ein Jackpot und es lohnt sich, mit dem Putzen anzufangen. Es braucht einen speziellen Lack, um die Holzwände gegen Witterung und die Sonne zu schützen. Wir haben den Schrebergarten seit zwei Jahren. Später werden wir mit dem Zwiebelsetzen beginnen. Wir pflanzen vor allem Gemüse an und verbringen viel Zeit in unserem Garten.»