Hendschiken
Zweiter Anlauf für das Schulhaus an der Gemeindeversammlung

Zum zweiten Mal müssen die Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung vom 21. Mai über die Erweiterung des Schulraums abstimmen. Einem Antrag der Baukommission steht der preisgünstigere Antrag des Gemeinderates gegenüber.

Hanny Dorer
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Soll das «neue» Schulhaus (rechts) einem Neubau weichen oderaufgestockt und erweitert werden? Die Gmeind wird entscheiden.

Soll das «neue» Schulhaus (rechts) einem Neubau weichen oderaufgestockt und erweitert werden? Die Gmeind wird entscheiden.

Aargauer Zeitung

Der Systemwechsel an der Volksschule auf 6 Primar- und 3 Oberstufen fordert auch von der Gemeinde Hendschiken einen Ausbau des Schulraums. Ein Kreditantrag von 1,8 Mio. Franken für einen zweigeschossigen Anbau an das aus dem Jahre 1982 stammende «neue» Schulhaus sowie dessen Sanierung wurde an der Gemeindeversammlung vom 20. November 2013 jedoch abgelehnt. Gleichzeitig wurde der Gemeinderat auf Antrag von Urs Moser beauftragt, eine Variante «Abbruch des Schulhauses 1982 und Neubau eines Schulhauses» auszuarbeiten.

Der Gemeinderat setzte daraufhin eine Baukommission ein und betraute sie unter der Leitung von Urs Moser mit der Umsetzung des Auftrags.

Abbruch und Neubau

Für den Abbruch des bestehenden Schulhauses und einen zweigeschossigen Neubau beantragt die Baukommission der Gemeindeversammlung einen Verpflichtungskredit von 3,5 Mio. Franken. Das Raumangebot im neuen Schulhaus sieht 4 Klassenzimmer mit 4 Nebenräumen, ein Lehrer- und Vorbereitungszimmer, einen Begegnungsraum (auch als Aula benützbar), einen Besprechungsraum oder Büro, sowie sanitäre Anlagen, einen Lagerraum und einen Lift vor. Unter dem Strich hätte die Schule Hendschiken damit 2 Klassenzimmer und 4 Nebenräume sowie ein Besprechungszimmer mehr als heute.

Neu mit integrierter Lüftung und Lift

Dem Gemeinderat gefällt zwar das von der Baukommission ausgearbeitete Projekt. Er ist jedoch der Ansicht, dass sich die Gemeinde Hendschiken angesichts der angespannten Finanzlage das Projekt nicht leisten kann. «Wir favorisieren deshalb das bereits der Gemeindeversammlung vom November letzten Jahres unterbreitete Projekt mit einem zweigeschossigen Anbau an das bestehende Schulhaus 1982 sowie dessen Sanierung», erklärt Vizeammann Alfred Suter.

Das Projekt wurde inzwischen ergänzt mit einer integrierten Lüftung, einem Treppenlift, der Anpassung des Vordaches und einem neuen Zwischenbau zwischen Schulhaus und Anbau. Gegenüber dem Neubauprojekt weist das Projekt des Gemeinderates lediglich einen Nebenraum weniger auf. Die Kosten werden auf 2,84 Mio. Franken geschätzt. In den Kosten ist jeweils eine Kostenungenauigkeit von 15 Prozent bereits eingerechnet.

Zusätzlich zu den Baukosten wird ein Kredit von 182 000 Franken für die Projektierung und Bereitstellung eines Schulraumprovisoriums für die Zeit des Um- oder Neubaus beantragt.