«Etwas mehr als einen Schritt messe ich ab. Dann schaue ich, dass das Ventil des Balls nach vorne zeigt», erklärt Irian Mika seine Vorbereitung vor jedem Service. Tim Köpfli und Irian Mika bestreiten heute ihr erstes Spiel an der Beachvolleyball-U21-Weltmeisterschaft in Luzern. Der Hermetschwiler Tim Köpfli und Irian Mika aus Meisterschwanden vertreten von heute bis Pfingstmontag die Schweiz an der WM.

Gemeinsam spielten die beiden in der Juniorenabteilung von Volley Schönenwerd. Beide besuchen die Sportkanti in Aarau. Seit dieser Saison spielen sie im Sand zusammen – und es passt: «Wir sind beide 1,92 Meter gross», erklärt Köpfli.

Schlechtes Wetter erwünscht

Als Austragungsland hat die Schweiz zwei Startplätze für die WM zur Verfügung. Bereits für einen Platz gesetzt war das Basler Zweigespann Breer/Haussener, das vor zwei Jahren die U17-WM gewinnen konnte. Das andere WM-Ticket lösten Köpfli/Mika am Qualifikationsturnier «Swiss Trial», das ebenfalls in Luzern stattfand.

«Während des Finals zog ein Sturm auf», erinnert sich Mika. Doch auch dieser konnte die beiden Aargauer nicht davon abhalten, für die WM auf die Luzerner Lidowiese zurückzukehren. Sollte sich das Schweizer Wetter auch während des kommenden Pfingstwochenendes von seiner trüben Seite zeigen, wären die jungen Aargauer nicht unglücklich: «Nationen wie Brasilien sind sich das Spielen bei schlechtem Wetter nicht so gewohnt wie wir, so hätten wir einen Vorteil», sagt Köpfli.

Erster internationaler Auftritt

Welches wären denn die Wunschgegner? «Man sagt, dass afrikanische Teams weniger stark seien. Wir wären froh, wenn wir nicht gleich in der Gruppenphase auf Topteams treffen würden.» Da das Duo sich heute erstmals auf internationalem Parkett behauptet, haben die beiden keine Anhaltspunkte, wo sie im Vergleich zu den anderen Teams stehen. Als Ziel hat sich das Team von Trainer Bujar Dervisaj den Achtelfinal gesetzt; das hiesse, die Gruppenphase zu überstehen. Was, wenn dieses Ziel erreicht ist? Köpfli antwortet: «Dann gehen wir aufs Ganze!»

Nicht nur auf die Unterstützung der einheimischen Fans können die beiden Aargauer zählen: Mit den Basler Konkurrenten Breer/Haussener arbeiten die beiden während der WM zusammen. «Wir werden uns gegenseitig Tipps zu den Gegnern geben», erklärt Köpfli.

Der 18-jährige Irian Mika und Tim Köpfli, der am Samstag seinen 20. Geburtstag feiert, wünschen sich, dass möglichst viele Fans den Weg nach Luzern auf die Lidowiese finden, auch bei schlechtem Wetter. Köpfli/Mika stehen frühestens heute Mittag auf dem Platz. Gegner und genauer Zeitpunkt wurden erst letzte Nacht ausgelost.