Alpen Grand Prix

Zwei angefressene Musiker wollen es wissen

Die Radys (Mario Baur und Markus Zemp von links) haben sich in Samnaun für den Final des Alpen Grand Prix 2012 qualifiziert. zvg

Die Radys (Mario Baur und Markus Zemp von links) haben sich in Samnaun für den Final des Alpen Grand Prix 2012 qualifiziert. zvg

Mario Baur aus Seengen hat sich mit seinem Bühnenpartner Markus Zemp für den Alpen Grand Prix in Meran qualifiziert. Die Chancen auf einen guten Platz sind intakt.

Mit 13 Jahren spielte er in der Kapelle Marinella, einer weit über das Wynental hinaus bekannten Ländler-Formation seines Vaters, die Klarinette. Später sorgte der in Reinach aufgewachsene und heute in Seengen wohnhafte Mario Baur mit den Los Bravos, danach mit der legendären Seetaler Band Die Schatten und schliesslich mit dem Duo Los Pedros an zahlreichen öffentlichen und privaten Festen für Stimmung. Seit 2003 bildet er zusammen mit Markus Zemp aus dem luzernischen Neuenkirch das Duo Radys.

Inzwischen ist der versierte und vielseitige Unterhaltungsmusiker 58 Jahre alt. Von der Bühne hat er allerdings noch lange nicht genug: «Ich habe zwar auch schon daran gedacht, Gitarre und Saxofon endgültig beiseitezulegen. Aber wenn du die Leute nach wie vor begeistern kannst und Erfolg hast, dann packt es dich halt doch immer wieder», sagt er.

Neue CD mit Eigenkompositionen

Begeistern konnten Mario Baur und Markus Zemp dieses Jahr nicht nur das Publikum an verschiedensten Anlässen, sondern auch die Schweizer Jury vom Alpen Grand Prix, der am 19./20. Oktober in Meran stattfindet. Mit dem Titel «Chom doch, wenn’d chasch» aus ihrer aktuellen CD «Alli guet droff», haben sie sich an der Ausscheidung in Samnaun für den Final qualifiziert. Fast ein wenig zur eigenen Überraschung: «Klar haben wir insgeheim gehofft, dass wir weiterkommen. Aber fest damit gerechnet haben wir bestimmt nicht», erklärt Mario Baur.

Den Grundstein für die Finalteilnahme an diesem mittlerweile bedeutendsten Schlager- und Volksmusikwettbewerb im deutschsprachigen Alpenraum legten die «Radys» mit ihren aktuellen Mundart CD «Alli guet droff». «Diese Produktion war für uns eine Art Standortbestimmung. Entsprechen viel Aufwand haben wir in dieses Projekt investiert haben. Musik und Texte sind in Zusammenarbeit mit den bekannten Musikern Renato Wohllaib (Paldauer) und Stefan Roos (Grand Prix Sieger 2009) entstanden, im Studio waren wir beim renommierten Produzenten Thommy Mustac. Das Resultat darf sich sehen lassen», zieht Mario Baur eine positive Bilanz.

Zwei Titel aus der neuen CD haben die Radys schliesslich für die Schweizer Ausscheidung eingesandt und die Qualifikation für den Wettbewerb locker geschafft. «Das allein war für uns schon ein grosser Erfolg. Seit es den Grand Prix der Volksmusik nicht mehr gibt, ist der Alpen Grand Prix mehr und mehr zum Gradmesser für Schlagersänger und Volksmusiker geworden. Entsprechend gross und stark ist jeweils auch die Konkurrenz», sagt der Seenger Musiker.

Fans können mitreisen

Auf die Frage nach den Erwartungen am Final in Meran antwortet Mario Baur mit Humor: «Wir streben den 4. Platz an. Weil nur die ersten drei namentlich aufgeführt werden, erreichen wir den sicher.» Die Chancen auf mehr sind angesichts der eingängigen, musikalisch hervorragend interpretierten Melodie und dem recht starken Text durchaus intakt. «Die Frage ist, ob sich der Schweizer Dialekt nicht negativ auswirkt», sinniert der Musiker.

Helfen könnten da möglichst viele Fans vor Ort in Meran. Die Radys bieten in Zusammenarbeit mit Zemp Carreisen einen viertägigen Ausflug ins Südtirol an, Teilnahme am Grand-Prix-Final und einige weitere Attraktionen sind im günstigen Arrangement inbegriffen. Infos: www.zempcar.ch und www.radys.ch.

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