Die Kulturbeiz der Lenzburger Ortsbürger wird wieder dorthin verlegt, wo sie ihren Anfang nahm: zum Burghaldenhaus. Im Gegensatz zu früher, wo im Zelt hinter dem Haus konzertiert wurde, wird nun die herrschaftliche Villa bespielt und für das Publikum geöffnet. Die organisierende Ortsbürgerkommission hat dies nach einem zweimaligen Abstecher unter die Arkaden des alten Gemeindesaals so entschieden.

Gleichzeitig erhält der traditionsreiche Anlass zur Hochsommerzeit ein verändertes Konzept und einen neuen Namen. So wird es am 6. August zwischen 16 und 24 Uhr heissen: «Applaus im Burghaldenhaus».

«Eines der schönsten Häuser»

«Das Burghaldenhaus, das den Ortsbürgern gehört, ist eines der schönsten Häuser, die wir in Lenzburg haben», sagt Barbara Gurini, Präsidentin der Ortsbürgerkommission. «Unsere Idee und unser Ziel ist es, das Burghaldenhaus für ein möglichst grosses Publikum zu öffnen und zugänglich zu machen.»

Fünf Musikformationen werden nun am ersten Augustwochenende die verschiedenen Räume des geschichtsträchtigen Gebäudes bespielen. Dazu gehören das Geschwistertrio «Diä Gäche» aus Untereggen (SG), das mit Schwyzerörgeli und Keyboardbegleitung für gute Stimmung sorgt.

Ein breit gefächertes Repertoire an Salon- und Zigeunermusik präsentiert das Ensemble «La Ripresa». Die Jazz-Fans unter den Besuchern sollen mit dem Trio «Jazzinteam» mit Sängerin Gitte Deubelbeiss und ihrer Kombination aus Standards und Eigenkompositionen auf ihre Kosten kommen.

Mehrere Kurzauftritte

Das Freiämter Vokalensemble «Cantemus» gibt a cappella weltliche Chorwerke aus verschiedenen Epochen zum Besten und zu guter Letzt wird auch die stadteigene Brass Band Imperial Lenzburg im Burghaldenhaus auftreten. «Die Brass Band Imperial hat für den Anlass extra einen musikalischen Überraschungsauftritt geplant», sagt Barbara Gurini. Näheres dazu will sie aber noch nicht verraten. Der Überraschung auf die Spur kommen, könne allerdings, wer den Veranstaltungsflyer aufmerksam studiere.

Konzeptuell hat die Ortsbürgerkommission für «Applaus im Burghaldenhaus» einige Veränderungen gegenüber der Kulturbeiz vorgenommen. So werden die einzelnen Musikformationen keine Konzerte, sondern abwechselnd mehrere Kurzauftritte von jeweils 20 Minuten absolvieren.

«Das Burghaldenhaus soll leben und mit Musik erfüllt sein. Es soll für die Zuhörer jedoch auch möglich sein, sich für ein gutes Gespräch ein wenig von der Musik zurückzuziehen», erklärt Barbara Gurini.

Bei der Auswahl der fünf Musikformationen liess sich die Ortsbürgerkommission zudem vom Wunsch leiten, dass die Auftritte ausnahmslos ohne Verstärker erfolgen sollen. Dies wird im dafür sorgen, dass die Lied- und Musikvorträge im Burghaldenhaus möglichst harmonisch zueinander überleiten können.

Konzert «Applaus
im Burghaldenhaus»

am Samstag, 6. August, 16 bis 24 Uhr.
Der Eintritt ist frei.