Wildegg
Zum Saisonabschluss flogen die Kürbisse

Auf dem Hardhof ging der Herbst mit einem sportlichen und speziellen Ereignis zu Ende: es gab einen Kürbisweitwurf-Wettbewerb mit selbst gebastelten Katapulten.

Sibylle Haltiner
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Für die grösseren Kürbisse brauchte es eine gehörige Portion Kraft
12 Bilder
Randy Bryner hat zusammen mit einem Kollegen eine elektrische Kürbisschleuder konstruiert
Möglichst weit sollte der Kürbis fliegen
Ein riesiges Katapult mit ausgeklügeltem Mechanismus haben Jakob Gebhard und Luca Arcari konstruiert
Die Rolltechnik führte bei den grossen Kürbissen oft zum Erfolg
Die Wurfweite wurde gemessen, die drei besten Konkurrenten erhielten einen Preis
Die geworfenen Kürbisse werden zurückgerollt
Das Katapult von Walter Kieser wird durch einen schweren Stein ausgelöst
Die Bestenliste
Alessandro Wehrli spannt die elastischen Seile seines Katapults
Auch die Kleinsten konnten am Kürbisweitwurf-Wettbewerb mitmachen
Kürbisweitwurd in auf dem Hardhof in Wildegg

Für die grösseren Kürbisse brauchte es eine gehörige Portion Kraft

Sibylle Haltiner

Der Temperatursturz am Wochenende hat es deutlich gemacht: Der Herbst ist vorbei, und damit auch die Kürbiszeit. Ariane Gebhard und ihr Vater Jakob haben sich als Abschluss und Höhepunkt der Saison einen speziellen Anlass ausgedacht, nämlich einen Kürbisweitwurf-Wettbewerb. Doch nicht nur von Hand sollten die orangen Wurfobjekte geschleudert werden, sondern auch mit selbst konstruierten Katapulten.

Den Vorwurf, Lebensmittel sollten nicht für solche Anlässe verschwendet werden, konterten Ariane und Jakob Gebhard mit dem Hinweis auf das Ende der Kürbissaison. «Was wir jetzt noch haben, kauft niemand mehr. Die Leute haben bereits Weihnachten im Kopf, die übrig gebliebenen Kürbisse kommen so oder so auf den Kompost.»

Weitwurf in drei Kategorien

In drei Kategorien wurde der Weitwurf durchgeführt. Die kleinsten Kürbisse flogen über 50 Meter weit, in der mittleren und schweren Kategorie spielte die Technik eine grosse Rolle. Wer es schaffte, das bis mehrere Kilogramm schwere Objekt so zu werfen, dass es nicht zerplatzte, sondern weiterrollte, konnte mehrere Meter rausholen.

Der Möriker André Frey nahm mit seinen Töchtern Maja und Lydia am Wettbewerb teil. «Ich habe keine spezielle Technik, aber das Rollen hat nicht gut funktioniert», meinte er. Besser lief es für die elfjährige Maja, die anfangs noch unter den besten drei Konkurrenten fungierte, später jedoch aus den Rängen fiel. Ihre 13-jährige Schwester Lydia meinte gut gelaunt: «Es macht Spass, auch wenn es mit den grossen Kürbissen nicht ganz so geklappt hat, wie ich das wollte.»

Ausgeklügelte Wurfmaschinen

Den grössten Spass hatten die Zuschauer an den Katapulten. Mehrere Teams hatten ausgeklügelte Einrichtungen gebaut und sich dabei wohl an römische oder mittelalterliche Wurfmaschinen erinnert. Giovanni Callegher hatte zusammen mit dem 11-jährigen Alessandro Wehrli eine Art Steinschleuder gebaut, welche die Kürbisse weit ins Feld hinaus beförderte.

Walter Kieser aus Rupperswil trat mit einem Katapult an, bei welchem ein grosser Stein einen Hebelarm in Bewegung versetzte, mit welchem der Kürbis weggeschleudert wurde. Eine wahrhaft riesige Maschine mit ausgeklügelter Konstruktion präsentierte der Hausherr Jakob Gebhard zusammen mit dem 14-jährigen Luca Arcari. Der Kürbis wurde in ein Netz gelegt und nach Auslösung des Mechanismus an einem Seil über einen mehrere Meter langen Arm hinwegkatapultiert. Das Ergebnis des Wettbewerbs war schlussendlich zweitrangig, für die Konstrukteure stand die Freude am Tüfteln im Vordergrund und die Zuschauer waren begeistert von den ausgeklügelten Wurfmaschinen.

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