Birrwil

Zum geplanten Schulhaus gehören auch Nebenprojekte – die Gmeind muss ihnen zustimmen

So soll das geplante Schulhausen aussehen.

Die Birrwiler müssen an der Winter-Gemeindeversammlung unter anderem über die Renaturierung des Bergbaches entscheiden.

Vor rund zwei Wochen wurden den Birrwilern anlässlich einer Orientierungsveranstaltung die Pläne zum Schulhaus vorgestellt (AZ vom 25.10). Schon damals war klar, dass es zusätzlich zum Traktandum «Neubau Schulhaus» (Kosten 5,5 Millionen Franken) noch weitere Geschäfte geben würde, die im indirekten oder direkten Zusammenhang mit dem geplanten Bauprojekt stehen.

Dazu gehört die Erschliessung des Gebiets Säumärt. Eine Aufschiebung würde zu massiven Mehrkosten gegenüber dem vorgelegten Projekt führen, heisst es in der Botschaft des Gemeinderats. Das Bauland auf der Parzelle befindet sich im Besitz der Gemeinde. Aus diesem Grund hat man im Juli 2019 den Auftrag zur Ausarbeitung des Erschliessungsprojektes erteilt.

«Die neuerstellten Leitungen sind anfänglich für die Entwässerung des Schulhauses angedacht», schreibt der Gemeinderat zum Kreditantrag. Für den Fall einer späteren Nutzung des Baulandes werden die Leitungen bereits jetzt in einer dafür genügender Dimension vorbereitet. Für die Erschliessung der Kanalisation beantragt der Gemeinderat einen Verpflichtungskredit von 250000 Franken.

Stützmauern müssen erneuert werden

Ein weiterer Kreditantrag befasst sich mit der Renaturierung des Bergbachs. Dieser verläuft östlich vom Sportplatz und wird heute in einem eingedolten Kanal geführt. «Einlauföffnung und Querschnitt entsprechen nicht mehr den aktuellen Hochwassergefahrenkarten des Kantons Aargau», schreibt der Gemeinderat.

Die Parzelle, auf der das Restaurant Bären steht, welche sich unter dem Sportplatz befindet, sei gemäss gültiger Gefahrenkarte von Überschwemmungen gefährdet. Eine Öffnung des Bergbaches aus Hochwasserschutzgründen mache Sinn, da einerseits die Parzelle, auf welcher das Restaurant steht, geschützt werde und sich anderseits die Gewässerraumbreite verringere.

Der Verpflichtungskredit für die Renaturierung beträgt 90000 Franken und kann nur bewilligt werden, wenn zuvor das Traktandum «Neubau Schulhaus» von der Gemeindeversammlung angenommen wird. Auch von der Bewilligung des Schulhauses abhängig ist die Abstimmung zur Erneuerung der Stützmauer.

«Im Zuge der Abklärungen der Baustellenlogistik wurde die Stützmauer südlich des bestehenden Mehrzweckgebäudes auf deren Tragfähigkeit untersucht. Um die Baustelle des Schulhausneubaus betreiben zu können, muss die Rampe durch Baustellenfahrzeuge befahren werden können, ohne Schaden zu nehmen», schreibt der Gemeinderat.

Diese lasse die Statik der bestehenden Stützmauer nicht zu, obwohl sie optisch in einem guten Zustand sei. Aus diesem Grund muss die Stützmauer statisch mit Ankern verstärkt werden. Der Gemeinderat beantragt für das Projekt einen Verpflichtungskredit in der Höhe von 180000 Franken.

Regenwassertank wäre nicht wirtschaftlich

An der Gemeindeversammlung im November letzten Jahres wurde der Gemeinderat beauftragt, im Zusammenhang mit dem Schulhaus eine Regenwassernutzung zu prüfen. Die Kosten würden sich gemäss aktuellem Gmeindsbüechli auf 40000 Franken belaufen (ohne Planung und Nebenkosten).

Da die Wirtschaftlichkeit des Projektes nicht gegeben sei, beantragt der Gemeinderat, die Weiterverfolgung der Realisation eines Regenwassertankes beim neuen Schulhaus abzulehnen.

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