Am 16. Februar, werden insgesamt 130 Turnerinnen und Turner aus dem Bezirk in die Flumserberge fahren und sich in den Disziplinen Ski-Riesenslalom, Snowboard und Langlauf messen. Dass der Anlass sich auch bei seinem 30-Jahre-Jubiläum einer erstaunlichen Beliebtheit rühmen darf, ist insbesondere dem Präsidenten der Wintersportkommission des Kreisturnverbandes Lenzburg und seinen Helfern zu verdanken.

Man schreibt das Jahr 2014 n.Chr. Kein Kreisturnverband im Kanton führt mehr einen der einst traditionellen Skitage durch. Kein Kreisturnverband? Nein! Der unbeugsame Organisator Markus Bucher vom Kreisturnverband Lenzburg hört nicht auf, jeden Winter einen sehr gut besuchten und konkurrenzstarken Ski- und Snowboardtag zu veranstalten.

Vor zwanzig Jahren hat sich Markus Bucher der Organisation der sportlichen Veranstaltung angenommen und es entgegen den Tendenzen der Zeit geschafft, eine stetig wachsende Zahl von Teilnehmenden zu begeistern.

Erfolg lässt sich erklären

«Mit rund 60 Schneesportbegeisterten haben wir 1994 begonnen. Schon nach fünf Jahren zählten wir 100 Anmeldungen», sagt Bucher. Der Erfolg lässt sich erklären. «Die Anmeldung für den Skitag finden in den Vereinen ein einziges Mal Erwähnung und gehen dann vergessen. Nun gilt es nachzuhaken und zu insistieren. Das ist mit persönlichem Aufwand verbunden, aber die Motivation für das nächste Jahr erhalte ich immer am Sonntagabend nach dem Skitag, wenn ich eine grosse Dankbarkeit und Freude über die Veranstaltung verspüre.»

Markus Bucher hat während der letzten Jahre zwei vermeintliche Schneesporttrends ganz nahe mitverfolgt. «Vor ungefähr 15 Jahren entstand der Eindruck, die Snowboards würden die Skier verdrängen. Auf dem Höhepunkt war für die Rennen die Hälfte der Startnummern für Snowboards reserviert. Das hat sich mit dem Aufkommen der Carving-Ski wieder geändert.»

Auch die Teilnehmerzahl der Langläufer hatte sich im letzten Jahrzehnt drastisch verringert, am Ende liessen sich noch drei Turner für die Herausforderung motivieren. «Man hatte mir nahegelegt, die separate Kategorie für die Langläufer zu streichen», sagt Markus Bucher. «Ich habe das Gegenteil gemacht und habe in der Folge den Langläufern nahegelegt, weitere Interessierte aus ihren Kreisen anzusprechen.»

Piste wurde extra hergerichtet

In diesem Jahr werden sich wieder 14 Langläufer in zwei Alterskategorien auf die Wettbewerbsstrecke begeben.

Mit dem Pistenchef der Flumserberge pflegt Markus Bucher inzwischen ein ausgezeichnetes Verhältnis. Unvergessen bleibt für ihn ein Erlebnis, das nun vier Jahre zurückliegt. «Die Ski- und die Snowboardrennen beginnen um 10 Uhr. Noch um 9 Uhr war der Schneefall so stark, dass ich dachte, wir müssten den Skitag abbrechen. Und plötzlich tauchten fünf Pistenfahrzeuge aus dem Nichts auf und richteten die Strecke für uns her.»

Der Ski- und Snowboardtag sei eine gute Gelegenheit, um den Zusammenhalt zwischen den Vereinen des Bezirks zu stärken, sagt Bucher. Einen grossen Dank dafür spricht er den Teilnehmenden aus und seinen zehn Helfern, auf die während dieses Jubiläums noch eine besondere Überraschung warte.