Nach zwei Siegen von Altweltmeister Matthias Merz (Beinwil am See) haben die Zürcher bei der Argus-Nachtstaffel die Vorherrschaft übernommen. Im Lütisbuechwald bei Hendschiken siegte ein Trio des Zürcher/Schaffhauser Nachwuchskaders.

Seit der Verlegung der Argus-Nachtstaffel vor zwei Jahren ins Frühjahr erfreut sich der Traditionsanlass unter der Regie von Thomas Schulthess einer grösseren Nachfrage. Auch in diesem Jahr nützten viele Läuferinnen und Läufer den Wettkampf mit der Stirnlampe als Vorbereitung auf die Schweizer Nachtmeisterschaft.

Das Aargauer Aushängeschild Matthias Merz stellte sich in den Dienst seines Stammvereins. Der Seetaler trat mit zwei weniger hochklassigen Rymenzburger Mitgliedern an. Prompt übernahm die ausserkantonale Konkurrenz das Szepter. Zwar kehrte Merz bei der ersten Ablösung an der Spitze zurück. Danach übernahm das Aargauer Nachwuchskader die Führung. Aber dessen Schlussläufer, der Beinwiler Beat Meier, fiel auf Rang 7 zurück. Stattdessen beherrschten die Teams des Nachwuchskaders Zürich/Schaffhausen die dritte Ablösung.

Überlegener Eliteläufer

Allerdings heimste schliesslich ein Eliteathlet den Staffelsieg ein. Nach Reto Egger und Ledna Oettli ging für ZH/SH VII der Bike-OL-Spezialist Simon Brändli mit knappem Rückstand an vierter Position in den dunklen Wald. Schnell übernahm der 25-jährige Winterthurer Allrounder die Führung und baute diese bis ins Ziel auf fünf Minuten aus. Rang 2 ging ebenfalls ans ZH/SH-Nachwuchskader. Beat Meier lief immerhin die beste Aargauer Klassierung unter den 29 gestarteten Teams heraus.

Dem stark vertretenen Aargauer Nachwuchskader blieb unter dem Strich eine empfindliche Niederlage. Titelverteidiger Matthias Merz und seine Mitstreiter Rosi Rudolf und Martin Gantenbein mussten sich mit Rang 17 begnügen.

In den Einzelkategorien gewann die in Aarau wohnhafte ehemalige Kaderathletin Ines Brodmann hoch überlegen mit über 14 Minuten Vorsprung auf der Kurzdistanz. Im Vorjahr hatte sich noch dem Staffelsiegerteam mit Matthias Merz angehört. Die lange Einzelbahn meisterte der Rohrer Cyrill Fricker am schnellsten.