Boniswil

Zu nahe am Schutzgebiet: Pro Natura kritisiert geplante Terrassenhäuser am Hallwilersee

Widerstand gegen Terrassenhäuser am Hallwilersee

Widerstand gegen geplante Terrassenhäuser: Der Bericht von «Tele M1».

Pro Natura spricht sich vehement gegen eine geplante Überbauung in Boniswil am Hallwilersee aus. «Wir sind klar der Meinung, dass Bauten in diesem Gebiet so nahe am Hallwilersee und den Schutzgebieten nicht zulässig sind», sagt Matthias Betsche, Präsident von Pro Natura Aargau, zum Regionalfernsehsender Tele M1. Es dürften darum auch keine Zufahrtsmöglichkeiten für solche Bauten geschaffen werden.

Die Bauprofile für die Terrassenüberbauung stehen bereits. Juristisch gesehen ist die Sache klar: Der Hang ist Bauland. Michele Spidalieri plant den Bau. Er versteht die Kritik der Umweltschutz-Organisation nicht, wie er Tele M1 schriftlich mitteilt:

«Die Baunutzungsverordnung war x-Jahre in Arbeit und wurde an der Gemeindeversammlung von 2015 oder 2016 angenommen. Wieso haben diese Organisationen sich nicht dort eingebracht?»

Pro Natura ärgert sich über solche Aussagen. Vor 13 Jahren ist dieses Land laut Betsche noch Schutzgebiet gewesen. Seitens der Gemeinde sei damals versprochen worden, dass diese Hanglagen nicht weiter verbaut würden. Betsche sagt: «Die Gemeinde hat es meiner Meinung nach in der Hand zu schauen, dass da nicht gebaut wird.»

Rund um den Hallwilersee liegt das grösste Moorgebiet im Aargau. Der Hallwilersee und seine Ufer sind ein kantonales Schutzgebiet. Weitere Bauten nahe am Wasser würden das wichtige Ökosystem stören, findet Pro Natura. (mwa)

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