Seetal
Zivilpersonal für die Repol Seetal

Die Arbeit der Regionalpolizei (Repol) Seetal hat massiv zugenommen – vor allem im administrativen Bereich. Deshalb soll Zivilpersonal angestellt werden. Die neuen angeschlossenen Gemeinden haben deshalb den Vertrag anzupassen.

Fritz Thut
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Im Gebäude der Regionalpolizei Seetal in Seengen sollen künftig auch Zivilpersonen arbeiten. a-tf

Im Gebäude der Regionalpolizei Seetal in Seengen sollen künftig auch Zivilpersonen arbeiten. a-tf

Das Gebiet der in Seengen stationierten Regionalpolizei Seetal umfasst gegenwärtig neun Gemeinden. Die zu betreuende Bevölkerung wächst überdurchschnittlich schnell. Allein in den letzten vier Jahren hat die Einwohnerzahl deutlich über 10 Prozent auf mittlerweile 20000 zugenommen.

Dieses Wachstum wie auch verschiedene Gesetzesänderungen haben dazu geführt, dass vor allem der administrative Aufwand für die aktuell sieben uniformierten Polizisten der Repol Seetal massiv zugenommen hat. Statt durch Präsenz in den Dörfern dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung Rechnung zu tragen, müssen die Polizeiangehörigen einen immer grösseren Anteil ihrer Arbeitszeit mit Büroarbeit verbringen.

Nichtuniformierte im Büro

Diesem Umstand will der Ausschuss der Regionalpolizei Seetal mit der Anstellung von zivilem Personal Rechnung tragen. Diese nichtuniformierten Mitarbeiter sind vorgesehen für klassische Büroarbeiten wie Administration, Buchhaltung, Statistik und Protokollführung.

Weiter sollen diese Zivilangestellten, die nicht zwingend eine Polizeiausbildung absolviert haben müssen, Schalter- und Telefondienst versehen, Bewilligungen ausstellen und beispielsweise auch das Fundbüro führen.

Der Ausschuss rechnet mit einem Bedarf von rund 20 Stellenprozent pro Uniformierten. Entsprechend soll der Gemeindevertrag, der die Grundlage der Repol Seetal bildet, geändert und ergänzt werden. Das bisherige Stellenmaximum von 700 Prozent soll künftig für die uniformierten Korpsangehörigen gelten und für die «Erledigung von administrativen Arbeiten» kann Zivilpersonal «bis zu 20 Prozent des uniformierten Korpsbestandes» angestellt werden.

In einer ersten Phase ist allerdings lediglich die Besetzung einer Vollzeitstelle vorgesehen. Die jährlich dafür vorgesehenen Kosten belaufen sich auf 76000 Franken. In Seon, der grössten Gemeinde des Polizeiverbandes, sind im Budget des nächsten Jahres 7000 Franken mehr Aufwand vorgesehen.

Thema an neun Gmeinden

Die Änderung des Gemeindevertrages muss von allen neun Gemeindeversammlungen abgesegnet werden. Den Anfang machen in dieser Woche Meisterschwanden (Donnerstag) und Seon (Freitag). Am 23. November entscheiden Dürrenäsch, Hallwil, Sarmenstorf und Seengen, am 28. November Boniswil, am 29. November Fahrwangen und am 30. November Egliswil.