Gebaut ohne Bewilligung oder Auflagen nicht eingehalten: Das komme in Beinwil am See immer wieder vor, schreibt der Gemeinderat. Allein seit Januar hat er deshalb gegen zehn Personen eine Busse zwischen 100 und 2000 Franken ausgesprochen. Gegen drei weitere hat der Gemeinderat gar eine Strafanzeige erstattet. «Der Gemeinderat vertritt eine restriktive Haltung bei Widerhandlungen gegen Bauvorschriften», sagt Gemeindeschreiber Stefan Jetzer. «Wer ohne Baubewilligung baut oder gegen Auflagen verstösst, erhält ausnahmslos eine Busse.»

Im vergangenen Jahr habe der Gemeinderat des 3254-Seelen-Dorfes rund elf Personen gebüsst, sagt Jetzer. «In der Regel sind es kleinere Übertretungen, bei denen Privatpersonen fahrlässig gehandelt und ohne Bewilligung gebaut haben.» Dabei werde ein nachträgliches Baugesuch einverlangt, das meist bewilligt werde. Die Busse, die in solchen Fällen grösstenteils zwischen 100 bis 200 Franken betrage, müsse aber trotzdem bezahlt werden. Die Maximalbusse von 2000 Franken kommt vor allem bei Wiederholungstätern zur Anwendung, insbesondere, wenn sie der Baubranche angehören und somit die Regeln kennen müssten. Dass bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige erstattet wird, sei eher selten. «In den vergangenen sechs Jahren passierte das erst zweimal», sagt Jetzer. Die drei im Januar angezeigten Personen seien alle im gleichen Fall involviert.

Dass die Gemeinde seit Anfang Jahr gegen fast so Bausünder vorgehen musste wie im ganzen vergangenen Jahr, sei Zufall, sagt der Gemeindeschreiber. «Ich war selbst überrascht.» Er glaubt nicht, dass das Dorf mehr mit Bausündern zu kämpfen hat als andere Gemeinden. «Aber die Zahl zeigt, dass der Gemeinderat seine Politik konsequent umsetzt.»