«Ich habe heute Morgen eine Sitzung in Aarau – ich bin gerade auf dem Weg dorthin. Ich arbeite für die Postauto Schweiz AG. Mein eigentlicher Arbeitsplatz ist in der Stadt Luzern. Ich bin in der Kommunikationsabteilung tätig: Ich kommuniziere also mit der Öffentlichkeit und informiere sie. Ich organisiere auch Messen oder setzte Projekte um. Momentan sind die neuen Fahrpläne ein grosses Thema.

Der Herbst ist immer eine etwas stressige Zeit für uns. Meine KV-Lehre habe ich auf dem Tourismusbüro Ernen im Wallis gemacht. Anschliessend habe ich noch eine Tourismusfachschule absolviert. Ich habe aber nach meinem Abschluss nie im Tourismusbereich gearbeitet, sondern bin direkt zum Öffentlichen Verkehr: Zuerst war ich für die SBB tätig und nun für die Postauto Schweiz AG.

Geboren und aufgewachsen bin ich im Wallis – genauer gesagt in Fiesch. Das ist ein Dorf im Goms. Meine Eltern waren beide im Tourismusbereich tätig. Mein Vater hat für die Matterhorn Gotthard Bahn gearbeitet. Früher war es so im Wallis: Entweder man erlernte ein Handwerk oder man arbeitete im Tourismus. Mein Bruder und ich entschieden uns für den Tourismus. Mein Bruder arbeitet heute für die Swiss. 

Ein Praktikum in Bern

Im Wallis aufzuwachsen, war schön. In meiner Kindheit bin ich viel Ski gefahren. Nach dem Schulunterricht genehmigten wir uns meistens ein kleines Znüni und dann ging es fast immer direkt auf die Piste. Ich habe kein Heimweh nach dem Wallis und ich möchte auch nicht ins Wallis zurückkehren. Meine Eltern wohnen noch immer in Fiesch und wir gehen sie hin und wieder besuchen – das reicht.

Nach der Ausbildung ging ich für ein Praktikum nach Bern. Anschliessend bin ich mit meinem Mann nach Beinwil am See gezogen. Wir haben eine wunderschöne Aussicht auf den See und wir geniessen es mit unserem Hund Leo spazieren zu gehen. Skifahren gehen wir nur noch selten. Aber wir reisen sehr gerne. 2012/13 waren mein Mann und ich auf einer zweimonatigen Reise und haben in Neuseeland geheiratet.

In der Schweiz bin ich meistens mit dem ÖV unterwegs, besonders wenn ich nach Zürich oder Basel fahre. Ich pendle auch mit dem Zug zur Arbeit – täglich zwei Stunden zwischen Beinwil am See und Luzern. Die Zeit vertreibe ich mir mit arbeiten oder schlafen. Manchmal lese ich auch die News auf meinem Handy oder schreibe meine Einkaufsliste.»