Rupperswil

Wohin sind Sie unterwegs? «Ich mache eine Shiatsu-Ausbildung»

Franziska Kunz (34), Shiatsu-Therapeutin, aus Rupperswil.

Franziska Kunz (34), Shiatsu-Therapeutin, aus Rupperswil.

Franziska Kunz pendelt nach Oberentfelden zur Arbeit und nach Zürich, wo sie nächsten Frühling eine Shiatsu-Schule abschliesst.

«Ich fahre mit der WSB nach Oberentfelden. Ich arbeite dort als Klassenassistentin an der Schule Oberentfelden. An zwei Morgen in der Woche unterstütze ich die Klassenlehrerin der 1. Primarklasse. Ich habe die Stelle erst gerade angetreten. Es sind 17 Kinder in der Klasse – sie sind sehr niedlich.

Ich habe eine Zeit lang die Pädagogische Hochschule besucht, aber es war nicht das Richtige für mich. Deshalb habe ich mich an der ‹Ko Schule› für Shiatsu in Zürich angemeldet: Dort absolviere ich eine Ausbildung zur Shiatsu-Therapeutin. Warum ich mich für diese Ausbildung entschieden habe, kann ich gar nicht so recht beschreiben – es war ein Gefühl.

Das Studium dauert mindestens drei Jahre. Die Ko Schule für Shiatsu ist eine der wenigen reinen Shiatsu-Schulen in der Schweiz. Shiatsu ist eine Körpertherapie, die ursprünglich aus Japan kommt. Der Patient legt sich voll bekleidet auf ein Futon auf den Boden und der Therapeut versucht den Körper ins Gleichgewicht zu bringen – man arbeitet mit den Meridianen, weil diese das grösste Ungleichgewicht im Körper sind, und lässt westliche Techniken der Osteopathie einfliessen.

Shiatsu fördert das Gleichgewicht zwischen Körper, Geist und Seele. Shiatsu kann sowohl präventiv als auch bei chronischen und akuten körperlichen Beschwerden unterstützen. Grundsätzlich kommen mehr Frauen in die Therapie, auch um präventiv Schmerzen vorzubeugen. Männer hingegen kommen meistens erst, wenn sie starke Schmerzen haben.

Die theoretische Prüfung habe ich absolviert. Nun steht noch die praktische Prüfung im Frühling an. Ich bin dabei, mir eine Praxis in Aarau aufzubauen. Seit drei Jahren biete ich bereits Shiatsu an, am Adelbändli 8 in Aarau. Dort teile ich mir einen Therapieraum mit zwei weiteren Therapeuten, die ich aber nicht gut kenne. Ich arbeite an zwei Tagen die Woche dort.

Die Kosten werden von der Zusatzversicherung übernommen. Komplementärmedizin erhält in der Schweiz einen immer wichtigeren Stellenwert. Heute kann man sogar eine eidgenössisch anerkannte Prüfung in Komplementärmedizin im Fachbereich Shiatsu ablegen. Ich hoffe, dass dadurch die Akzeptanz und das Vertrauen in die Komplementärmedizin weiter wächst.»

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