Niederlenz
Wirtschaft ist skeptisch zu «Lebensraum Lenzburg-Seetal»

Aus dem Regionalplanungsverband wird ab Neujahr der Lebensraum Lenzburg-Seetal. Am Donnerstagabend stellten die Verantwortlichen Struktur und Organisation vor. Die Reaktion von Wirtschaft und Politik fiel verhalten aus.

Fritz Thut
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Blick vom Eichberg über den «Lebensraum Lenzburg-Seetal»

Blick vom Eichberg über den «Lebensraum Lenzburg-Seetal»

Fritz Thut

Die Verantwortlichen der vorberatenden Projektgruppe präsentierten in Niederlenz Grossräten des Bezirks sowie Wirtschafts- und Gewerbevertretern Hintergründe und Struktur der neuen Organisation Lebensraum Lenzburg-Seetal, die ab Neujahr an die Stelle des Regionalplanungsverbandes treten wird.

Eine der vier im Organigramm vorgesehenen Kerngruppen ist dem Bereich Wirtschaft gewidmet. In den letztendlich entscheidenden Gremien «Vorstand» (gebildet von Gemeinderatsmitgliedern der angeschlossenen Gemeinden) und «Ausschuss», der dem Verwaltungsrat einer Privatfirma entspricht, nehmen nicht per se Wirtschaftsvertreter Einsitz.

Wirtschaft will auf strategischer Ebene vertreten sein

Wegen dieser Diskrepanz äusserte beispielsweise Jörg Leimgruber als Präsident der Regionalgruppe Lenzburg der Aargauischen Industrie- und Handelskammer gewisse Vorbehalte. Beat Hiller, Bezirkspräsident der Grünliberalen Partei, stiess ins gleiche Horn: «Die Wirtschaft sollte auch auf der strategischen Ebene vertreten sein.»

Kathrin Härdi (Brunegg) als Präsidentin der Projektgruppe räumte hier «eine gewisse Divergenz» ein, unterstrich jedoch den Willen, die Wirtschaft in der Projektarbeit stark zu integrieren.

Wie die Grossräte auf die Vorschläge reagieren, lesen Sie am Samstag in der «az Aargauer Zeitung»