Die Fahrgäste merken es beim Einsteigen: Sie machen einen grossen Schritt nach unten, wenn sie, etwa bei der Haltestelle Delphin in Meisterschwanden, ein Hallwilerseeschiff besteigen. Ohne die extra bereit gelegte Palette auf dem Schiff wäre der Niveau-Unterschied noch grösser.

Wegen der seit Wochen anhaltenden Hitze und Trockenheit sinkt der Seepegel – und das trotz Seewasserregulierung. "Er geht täglich zurück", sagt Ueli Haller, Geschäftsführer der Schifffahrtsgeselleschaft Hallwilersee. Das Unternehmen hat bereits reagiert; bei einem Baugeschäft hat man Rampen geliehen, um weniger trittsicheren Passagieren den Einstieg zu erleichtern.

Dass die Schiffe auf Grund laufen, ist laut Haller ausgeschlossen. Trotz wenig Wasser haben sie genügend Tiefgang. Der sinkende Pegel könnte für die Schifffahrt dennoch ein grosses Problem werden. Haller erklärt: "Wenn der See weiterhin jede Woche vier bis fünf Zentimeter verliert, wird es noch enger zum Einsteigen." Die Konsequenz ist absehbar: Wenn es noch einen Monat lang trocken bleibe, werde das Einsteigen zu gefährlich. Dann müsste die Schifffahrtsgesellschaft den Betrieb vorübergehend einstellen. (mwa)

Das neueste Mitglied der Hallwilerseeflotte, die MS Delphin:

Das neue Hallwilerseeschiff wird zu Wasser gelassen

24. Mai 2018: Das neue Hallwilerseeschiff wird zu Wasser gelassen