Mit dem Projekt «Leistungssteigerung Aarauerstrasse» will der Kanton in den Stosszeiten mehr Fahrzeuge durch drei kritische Verkehrsknoten in Schafisheim und Hunzenschwil bringen. Dies würde auch ein Ende der Staus bedeuten, teilten die Projektverantwortlichen an einem Informationsabend in Schafisheim mit.

Derzeit rollen täglich 20'000 Fahrzeuge durch Schafisheim. Mit jedem Jahr kommt in den Stosszeiten ein Prozent dazu, so die Prognose der Verkehrsplaner des Aargaus. Nach Fertigstellung des Coop-Neubaus am Knoten Talhard werden in Schafisheim rund 4500 Menschen arbeiten.

«Die jährlichen Unterhaltskosten steigen. Zudem wäre ein Ausbau schon ohne den Coop-Neubau nötig», skizzierte Projektleiter Roman Brägger an einem Informationsabend in Schafisheim die Situation. Brägger leitet das Projekt «Leistungssteigerung Aarauerstrasse», dessen Federführung beim Departement Bau Verkehr und Umwelt des Kantons liegt.

Drei Kreuzungen betroffen

Um dem Verkehrszuwachs in den nächsten Jahren gewachsen zu sein, plant der Kanton, drei Verkehrsknoten von 2014 bis 2017 zu sanieren und im selben Atemzug auszubauen. Betroffen sind in ost-westlicher Reihenfolge drei Kreuzungen: Talhard, Schoren und Hauptstrasse.

Über genügend Kapazität verfügt die Kreuzung Hauptstrasse am Westende Schafisheims, die zur Autobahn führt. Einzig die Rückstaulängen sind hier bedenklich, weshalb der Aufstellbereich verbreitert wird.

Eigene Ausfahrt für Coop-Neubau

Der Knoten Talhard liegt zwischen Jumbo, Ferrum und dem geplanten Neubau von Coop. Dort wird der Verkehr künftig so geführt, dass Rechtsabbieger von Einspurstrecken profitieren.

Der Mehrverkehr an Lastwagen durch den Grossverteiler werde zu zwei Dritteln nicht über die Kreuzung Talhard, sondern Richtung Autobahnzubringer T5 erfolgen, so die Projektverantwortlichen. Derzeit läuft ein Baugesuch von Coop für eine Ausfahrt, um die Kreuzung Talhard zu umfahren.

Bewohner klagen über Verkehr

Die Kreuzung Schoren schliesslich bringt heute den Verkehr aus dem Seetal durch Schafisheim vor allem in Richtung Autobahn und Industriegebiete. Dort ist ein Kreisverkehr geplant, der den Mehrverkehr schlucken und Staus verhindern soll. Die meisten Anwohner aus dem Gebiet Schoren, die an der Veranstaltung teilnahmen, erhoffen sich vor allem eins: weniger Stau und nicht noch mehr Durchgangsverkehr.

Gemeinden bezahlen mit

Die Gemeinde Schafisheim müsste sich mit rund 2,5 Millionen Franken am Bauvorhaben beteiligen. Hunzenschwil, Anrainer an zwei der drei Knotenpunkte, müsste etwas weniger berappen.

Über das Finanzielle werden beide Gemeindeversammlungen im November befinden. Die gesamten Kosten belaufen sich gemäss den Projektplanern auf maximal 12,5 Millionen Franken.