Lenzburg
«Wir sind durch dramatische Tage gegangen»: der erste öffentliche Auftritt des neuen AKB-Chefs

Die Lenzburgiade ist eröffnet – mit illustren Gästen aus Politik und Wirtschaft. Neben der hohen kulturellen Bedeutung des Anlasses kam auch der Rücktritt des AKB-Chefs Pascal Koradi zur Sprache. So war es auch der erste Auftritt des neuen Chefs der Aargauischen Kantonalbank Dieter Widmer.

Nora Güdemann und Noemi Lea Landolt
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Lenzburgiade 2018
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Die Lenzburgiade auf dem Schloss Lenzburg.
Der neue AKB-Chef Dieter Widmer mit Frau Regina und Bankratspräsident Dieter Egloff mit Frau Mirjam (von rechts).
Peter Wanner, Verleger der AZ Medien, und FDP-Grossrätin Sabina Freiermuth.
Gewerbeverbands-Präsident Kurt Schmid mit Frau Franziska und AKB-Geschäftsleitungsmitglied Patrick Küng (von rechts).
Regierungsräte Urs Hofmann, Alex Hürzeler, Markus Dieth und Staatsschreiberin Vincenza Trivigno (von links).
Andrea Portmann, Direktorin AG Tourismus, Intendant Christian Weidmann und Douglas Bostock, Chefdirigent des Argovia Philharmonic (von rechts).
Die beiden Nationalrätinnen Ruth Humbel und Corina Eichenberger freuen sich aufs Konzert im Schlosshof (von rechts).

Lenzburgiade 2018

Andre Albrecht

Im Schatten der Linden auf Schloss Lenzburg hat Landammann Alex Hürzeler gestern Abend die Lenzburgiade eröffnet. Sie findet bereits zum zehnten Mal statt und dauert noch bis zum 24. Juni.

Die Kombination aus Klassik und Folk lockt jedes Jahr Musikbegeisterte an. Ein Programm, das diese zwei Musikgenres vermischt, ist laut Hürzeler schweizweit einigartig. Auch gehe der Kreis der Konzertbesucher inzwischen weit über die Aargauer Grenzen hinaus. «Die Lenzburgiade hat ausserdem einen festen Platz im Kulturkonzept des Kantons, weil sie die spartenübergreifenden Kulturproduktionen fördert», so Hürzeler.

Fürs passende Ambiente sorge der mittelalterliche Schlosshof der Lenzburg: «Dort kann das Publikum die enge Verwandtschaft zwischen der Klassik und traditioneller Volksmusik kennen lernen.» Er freue sich, sich den Klängen hinzugeben.

Ein Gegenpol zur Wirtschaft

Danach richtete sich Dieter Widmer, neu gewählter Chef der Aargauischen Kantonalbank (AKB), ans Publikum. Er sprach ernster als Hürzeler. «Wir sind durch dramatische Tage gegangen», sagte er und sprach damit den Rücktritt von Ex-AKB-Chef Pascal Koradi an.

«Dramatisch, weil die Vorkommnisse um Postauto und Post mit der AKB rein gar nichts zu tun hatten.» Laut Widmer verdiene Koradi für seine Entscheidung, zurückzutreten, höchsten Respekt. Und nun stehe er an dessen Stelle. Eine Rolle, in die er sich noch einarbeiten müsse.

Das grosse Interview mit Dieter Widmer

Klar ist für ihn: «Die AKB ist für mich – nach meiner Frau – die zweite Herzensangelegenheit.» Herzblut und viel Leidenschaft brauche es auch, um die Lenzburgiade jedes Jahr aufs Neue auf die Beine zu stellen. «Kultur bietet einen wichtigen Gegenpol zum rein wirtschaftlich orientierten Denken», so Widmer. «Der Geist des Festivals fasziniert mich.» Und diesen Geist hat er am Dienstag zum Leben erweckt.