Die grösste Sorge der rund fünfzig Personen an der Informationsveranstaltung zum Gestaltungsplan «Talackerstrasse» galt zwei Punkten: Es muss genügend Parkraum geschaffen werden, um ein undiszipliniertes Abstellen von Fahrzeugen im Quartier und vor den bestehenden Einfamilienhäusern zu vermeiden. Bereits heute würden Besucher ihre Autos einfach vor ihr Grundstück stellen, gab sich eine Anwohnerin besorgt.

Ebenso wurden Bedenken geäussert, dass mit dem geänderten Gestaltungsplan nun plötzlich Bauten erstellt werden, welche «die Einfamilienhäuser erdrücken». Der auf der Gemeindekanzlei noch bis zum 28. Oktober aufliegende Entwurf sieht eine Bauhöhe von drei Vollgeschossen und einem Attikageschoss vor.

Die Geschosshöhe beträgt nach geltendem Recht höchstens drei Meter.

Höchstens fünf neue Häuser

Das gut 10 000 Quadratmeter grosse Grundstück liegt an der Talackerstrasse vom Dorfzentrum her Richtung Seon auf der rechten Seite in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kakteen Gautschi. Laut Mario Suter, dem Vertreter der Grundeigentümerin P. Doninelli AG, Staufen, sollen vier bis sechs Baukörper mit bis zu sechzig Miet- und Eigentumswohnungen platziert werden.

Geplant ist, das neue Quartier über die Talackerstrasse zu erschliessen. Vorgesehen ist eine Tiefgarage mit rund siebzig Parkplätzen und Besucherparkfelder im Freien.

Dem vorliegenden Planungsprozess für das neue Quartier vorausgegangen war der Entscheid der Landeigentümerin, P. Doninelli AG, Staufen, das Grundstück zu überbauen. Darauf hatte der Gemeinderat den Wunsch geäussert, mit den bestehenden Baulandressourcen haushälterisch umzugehen und diese möglichst gut zu nutzen.

Ursprünglich war geplant, die nahe beieinander liegenden Grundstücke Talackerstrasse und Alte Seonerstrasse gleichzeitig mit aufeinander abgestimmten Gestaltungsplänen zu überbauen. Der Eigentümer des zweiten Bauplatzes hat sich jedoch in der Zwischenzeit vom Projekt zurückgezogen.