Hendschiken

Wieder verschwindet eine traditionsreiche Beiz: Der «Horner» schliesst

Schliesst Ende Jahr: der «Horner».

Schliesst Ende Jahr: der «Horner».

Der «Horner» ist eine Beiz, in der sich Hundertausende Chauffeure und Handwerker verpflegten, in der die Freiämter Grossräte auf dem Heimweg von der Parlamentssitzung ein Bier tranken und in der das legendäre Freiämter Schattenkabinett tagte (seine Flasche Kirsch steht immer bereit).

Ende Jahr wird in Hendschiken das Restaurant Horner geschlossen. Die Wirtefamilie Sonja (56) und Paul (seit gestern 66) Baumann hat verkauft.

«Nach reiflicher Überlegung und Prüfung von verschiednen Varianten, inklusive Nachfolgeübernahme durch Nachkommen, sind wir zum Schluss gekommen, den Betrieb zu schliessen», schreiben die Baumanns in einem Brief an die Lieferanten und langjährigen Kunden. «Unser wie auch das Lebenswerk unserer Vorfahren zu verkaufen, ist uns nicht leicht gefallen.» Die Baumanns wirten seit 147 Jahren im «Horner». Sonja und Paul sind die vierte Generation. Sie erwarben das Speiserestaurant 1985 und haben es nun an einen Aargauer Immobilieninvestor verkauft, der den Gastrobetrieb nicht weiterbetreiben wird.

Auf Anfrage erklärte Paul Baumann, das Lokal laufe gut, doch es gebe erheblichen Modernisierungsbedarf und die Banken seien mit der Kreditgewährung an Junge sehr zurückhaltend. Von den zwölf Festangestellten hätten alle bereits wieder einen Job. 

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