Das aus massiven Eichenbohlen gezimmerte «Dörfli» mit acht Gebäuden – Landvogtei, Wachturm, Ritterhaus, Schmiede, Kornhaus, Waschhaus, Bäckerei und Zeughaus – wurde im April 2000 zum 100-Jahr-Jubiläum vom Aargauischen Försterverband am Schlossberg erstellt, nur ein Jahr nach «Lothar» notabene. Rund 75 000 Franken wurden mithilfe weiterer Sponsoren in die «Filiale» der Feste Lenzburg investiert.

«Nach 14 Jahren ist der Waldboden humusiert und von zehntausenden kleinen Kinderfüssen strapaziert worden. Die Hüttchen sind zwar noch in einwandfreiem Zustand, doch sind sie bis 20 Zentimeter eingesunken, die massiven Eichenstämme der Fundamente angefault. Diese gilt es nun auszuwechseln», schildert Schloss-Geschäftsführer Peter Jud die Situation.

Die Arbeit übernehmen junge Berufslernende im Rahmen des Projektes «Hands on» der Berufsschule Lenzburg. In den nächsten Tagen sind rund 80 Absolventen von zwei Säger-Klassen und einer Zimmermann-Klasse aus der ganzen Schweiz am Schlossberg beschäftigt. Projektleiter ist der Lenzburger Architekt Güx Schaffer. Trotz der nassen Witterung kommen die künftigen Fachleute ganz ordentlich ins Schwitzen beim Pickeln, Schaufeln, Eichenstämme aus dem Lenzia-Wald rücken und rüsten. Wenn der Sommer wieder einkehrt, steht den Familien ein sicherer Hort für Spiel und Spass samt Feuerstellen fürs Picknick zur Verfügung.