Lenzburg

Wie genau soll sich die Stadt verändern?

Die Lenzburger möchten, dass ihre Stadt noch grüner wird: Hier der Grabenweg südlich der Altstadt.

Die Lenzburger möchten, dass ihre Stadt noch grüner wird: Hier der Grabenweg südlich der Altstadt.

Am ersten Workshop zur Räumlichen Entwicklungsstrategie kritisierten die Bürger die vagen Sätze der Verantwortlichen.

Die Besucher des ersten Workshops im Rahmen der Räumlichen Entwicklungsstrategie (RES) erwartete im Panoramasaal der Berufsschule Lenzburg ein Bild, das vielen aus der Schule bekannt sein dürfte. Die Stühle im Raum waren zu Kreisen angeordnet, die jeweils mit einer Flipchart ausgestattet waren.

Im ersten Teil des gut besuchten Workshops wurden die Gruppen aufgefordert, je drei positive und drei negative Punkte im Entwurf der Entwicklungsstrategie festzuhalten. Manche Flipcharts füllten sich innert Minuten, andere eher zögerlich, doch in allen Gruppen wurde eifrig diskutiert. Die Mitglieder des Stadtrates waren ebenfalls unter den Gruppen verteilt und konnten so besser Auskunft geben.

Am liebsten noch mehr Grün

Bei der Präsentation der Ergebnisse war ziemlich schnell klar, was die Lenzburger Bürger bei der Entwicklung der Stadt am meisten beschäftigt. Positiv bewertete jede Gruppe die Beschäftigung mit Grünzonen, sei dies die Aufwertung des Aabachtals als grüner Arm der Stadt oder die Entwicklung von grünen Zonen in der Stadt.

Auch die Hervorhebung der Bahnhofstrasse als zentrale Achse wurde mit einem grünen Punkt versehen. Grundsätzlich wurde die RES als Zeichen des Setzen von Grenzen begrüsst. Die Anwesenden standen dem Wachstum durchaus positiv gegenüber, jedoch, wie es eine Gruppe formuliert, unter Einbezug der Fragen: wer, wo, wie viel?

Bei den negativen Punkten stach – für Stadtammann Daniel Mosimann wenig überraschend – ein Thema besonders hervor, nämlich der Verkehr. Dieser ist jedoch nicht Teil der Entwicklungsstrategie, sondern wird im Kommunalen Gesamtplan Verkehr (KGV) zusammen mit den Nachbargemeinden Niederlenz und Staufen erarbeitet.

Des Weiteren wurde mehrfach die vage Ausdrucksform des Entwurfs der RES kritisiert. Viele Ideen fanden durchaus Anklang, die Bürger hätten sich jedoch noch ein paar konkrete Beispiele gewünscht. So zum Beispiel bei der Aufwertung der Achse Bahnhofstrasse–Altstadt, wo sich viele Anwesende nichts Genaues darunter vorstellen konnten.

Wo kommen Hochhäuser infrage?

In einem zweiten Teil wurden Fragen entwickelt, die bei den weiteren drei Workshops vertieft werden können. Viele der Fragen bezogen sich auf die Verdichtung der Stadt nach innen. Die Anwesenden wollten wissen, wo Hochhäuser infrage kämen und wie hoch diese werden könnten. Auch kam die Frage auf, wie man denn das neue Quartier «Im Lenz», von einer Gruppe «Hero-Stadt» genannt, mit der Altstadt verbinden könne. Überhaupt waren Verbindungen und Übergänge ein Thema aller Gruppen, beispielsweise zwischen der Stadt und den umliegenden Grünzonen und zwischen Lenzburg und den Nachbargemeinden. Auch die Balance Wachstum und Arbeitsplatzangebot wurde mehrmals erwähnt.

Daniel Mosimann zeigte sich zufrieden mit dem ersten Workshop und betonte, dass er die positive Grundeinstellung der Anwesenden sehr schätze. Bei so vielen Themen werde man sich überlegen, einen fünften Workshop anzuhängen. Stadtplanerin Helen Bisang bilanzierte: «Mir geht die Arbeit nicht aus.»

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