Am 25. Mai eröffnet Egliswil die regionale Saison der Gemeindeversammlungen. Die erste Zusammenkunft dürfte kurz werden, neben der Rechnung 2017, die mit einem unerwarteten Plus über 35'000 Franken abgeschlossen werden konnte, wird auch die Kreditabrechnung für Unterhaltsmassnahmen am Friedhof zur Verabschiedung vorgelegt werden. Das kleine Projekt mit einem Kreditrahmen von 60'000 Franken konnte diesen um fast 5000 Franken unterbieten.

Ausserdem will Egliswil die nötige Revision seiner Nutzungsplanung in Angriff nehmen. Dazu wurde bereits im Rahmen eines kleinen Wettbewerbs das Planungsbüro arcoplan klg aus Ennetbaden als Partner bestimmt. Gemeinsam mit dem Gemeinderat hat es die voraussichtlichen Kosten für die Revision berechnet. Der Gemeindeversammlung kann nun ein Kreditantrag über 150'000 Franken vorgelegt werden. Im Anschluss sollten gemäss erstem Zeitplan bis im Sommer 2019 die ersten Entwürfe der Bau- und Nutzungsordnung sowie des Bauzonen- und Kulturlandplanes vorliegen. Das Mitwirkungsverfahren soll voraussichtlich Ende 2019 folgen. Nach entsprechenden Prüfungen durch den Kanton hofft die Gemeinde, die Revision im Herbst 2020 öffentlich auflegen zu können, um sie an der Gemeindeversammlung im Mai 2021 zur Beschlussfassung vorlegen zu können.

Subvention bis 85'000 Franken

Im letzten Traktandum geht es um das neue Reglement über die familien- und schulergänzende Kinderbetreuung. Darin wird das Betreuungsangebot der Gemeinde festgelegt. Im Vorfeld versandte diese im Sommer 2017 Fragebögen in die Haushalte im Dorf, um den Bedarf abzuklären. Dabei meldeten 20 Familien für 26 Kinder zwischen Kindergartenstufe und der 6. Primarstufe einen Bedarf an. Ausserdem fanden sich acht Familien, die gerne zehn Kleinkinder unterbringen würden. Bei der Ausarbeitung eines darauf basierenden Konzepts orientierte sich die Gemeinde in weiten Teilen an der Lösung der Nachbargemeinde Seengen.

Die Lösung, die nun an der kommenden Versammlung vorgeschlagen wird, sieht vor, dass Kinder, die in Egliswil wohnen und höchstens die sechste Primarstufe besuchen, während den Schulzeiten betreut werden können. Einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz gibt es nicht, die Tarife reichen von maximal neun Franken pro Stunde bei der Tagesmutter bis zu 135 Franken für einen Tag Kita. Dazu schlägt der Tarifplan bis zu 14 Franken für ein Mittagessen vor. Abhängig vom Einkommen können Eltern Subventionen beantragen, die alle mit einem anrechenbaren Jahreseinkommen unter 30'000 Franken bei 95 Prozent liegen und mit zunehmendem Einkommen abnehmen, bis es über 85'000 Franken schliesslich keine Unterstützungsbeiträge mehr gibt.

Angebot heute kaum genutzt

Die aktuelle Lösung mit einer Randstundenbetreuung werde kaum genutzt, teilt die Gemeinde mit. Entsprechend unsicher sind die finanziellen Auswirkungen der neuen Lösung: Sie hängen stark davon ab, wie gut das neue Angebot beansprucht wird. Profitieren alle Familien, die einen Bedarf angemeldet haben, werden allein Infrastrukturkosten in Höhe von voraussichtlich 45'000 Franken erwartet. Dazu kämen Subventionsbeiträge in unbekannter Höhe für Familien mit anspruchsberechtigten Einkommen.