Jugendrat

Wie diese beiden Lenzburger die Jungen für Politik begeistern wollen

Die beiden Jugendarbeiter Eveline Zeder und Benjamin Pfeuti sprechen im Garten des Tommasini über ihre Idee, in Lenzburg einen Jugendrat zu lancieren.

Die beiden Jugendarbeiter Eveline Zeder und Benjamin Pfeuti sprechen im Garten des Tommasini über ihre Idee, in Lenzburg einen Jugendrat zu lancieren.

Mit der Gründung eines Jugendrats wollen Eveline Zeder und Benjamin Pfeuti den Nachwuchs für die Politik begeistern.

Ein Platz zum Abhängen beim Lenzburger Schulhaus Angelrain, eine Lichtanlage beim Sportplatz Lenzhard oder die globale Klimadebatte – einige Themen, die die Lenzburger Jugend bewegen. Und bald hat der Nachwuchs auch die passende Plattform, um zu politisieren und zu diskutieren. Die Jugendarbeiter Eveline Zeder und Benjamin Pfeuti wollen einen Jugendrat lancieren. Am 18. Mai von 14 bis 17 Uhr findet der Kick-off-Event in der Aula Lenzhard statt.

Jetzt sitzen die 32-jährige Zeder und der 34-jährige Pfeuti im Kulturhaus Tommasini und sprechen über ihre Idee. Beide sind seit zwei Jahren Jugendarbeiter in Lenzburg. «Die Jugendlichen aus der Region politisch mit einzubeziehen, war schon länger ein Thema bei uns», sagt Zeder. Vor einem Jahr starteten sie mit der Planung, holten sich Hilfe vom Dachverband Schweizer Jugendparlamente und liessen sich von ähnlichen Projekten inspirieren. Ausserdem haben die beiden Jugendarbeiter die Lenzburger Ortsparteien angeschrieben und sie über ihr Vorhaben informiert. «Rückmeldungen kamen unter anderem von der SP und der SVP, sie haben uns ihre Unterstützung zugesichert», sagt Benjamin Pfeuti. Auch das Feedback der Jugendlichen blieb nicht aus. Laut Zeder waren die meisten Feuer und Flamme.

«Kein starres Konstrukt»

Mit dem Jugendrat sollen die Jugendlichen sensibilisiert werden und verstehen, dass sie durchaus mitreden dürfen und ihre Umgebung mit Engagement verändern können. «Wir wollen den Jungen eine Stimme geben», sagt Eveline Zeder. Mitmachen können Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 20 Jahren, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Religion oder politischer Überzeugung. «Die Mitglieder sollen ihre Meinung sagen, sich mit politischen Themen auseinandersetzen und zusammen Lösungsansätze erarbeiten», sagt Jugendarbeiterin Zeder.

Wie genau der Jugendrat daherkommen soll, ist noch unklar. Das hänge davon ab, was die teilnehmenden Jugendlichen wollen und wo ihre Bedürfnisse sind, sagt Benjamin Pfeuti. Er zählt verschiedene Möglichkeiten auf: «Es könnte einen Verein geben, der sich regelmässig trifft, Generalversammlungen und Sessionen durchführt, Vorstösse erarbeitet und einreicht. Aus dem Projekt könnte aber auch eine Debattiergruppe entstehen.»

Die beiden Jugendarbeiter sind zufrieden mit jeder Variante. Sie wollen sowieso nicht zu sehr eingreifen: «Wir verstehen uns mehr als Starthelfer. Ziel ist, dass sich die Jugendlichen selber organisieren. Wir wollen kein starres Konstrukt», sagt Zeder. Vom Kick-off-Event wünschen sich die beiden, ein erstes «Gspüri» für die Bedürfnisse der Jugendlichen zu bekommen und die Teilnehmenden über die Idee informieren zu können.

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