Einwohnerrat
Widmi braucht eine Kanalisation

An der fünften Lenzburger Einwohnerratssitzung der Legislatur 2010–13 hat das Stadtparlament am Donnerstag auch über einen Kreditantrag von 688000 Franken für die Kanalisation im neuen Stadtteil Widmi zu befinden.

Fritz Thut
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Widmi

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Die Widmi, die letzte grosse Grünfläche in Lenzburger Zentrumsnähe, verwandelt sich in den nächsten Jahren in ein neues Quartier mit mehreren hundert Wohnungen. Erste Überbauungsprojekte sind bereits bewilligt und die Arbeiten werden aufgenommen.

Die Widmi ist immer wieder Thema an Einwohnerratssitzungen. Nachdem im Juni der Kredit für die verkehrsmässige Erschliessung der drei Baufelder entlang der Ammerswilerstrasse durchgewinkt wurde, ist nun die Abwasserentsorgung an der Reihe.

Neue Leitung unter dem Widmiweg

Die Überbauungen entlang der Ammerswilerstrasse sollen an die darin versenkte Leitung angeschlossen werden.

Die Baufelder 4a und 4b östlich des geplanten Widmiparks können wegen der Hanglage nicht an die Leitung unter dem Unteren Haldenweg angeschlossen werden. Hier ist der Bau einer 310 Meter langen neuen Leitung unter dem ebenfalls noch zu bauenden Widmiweg vorgesehen.

Aus Kostengründen will man diese Bauarbeiten zusammen mit den restlichen Erschliessungen (Wasser, Elektrizität, Fernwärme) realisieren.

Für diese Kanalisationsarbeiten rechnet man mit Kosten von 463000 Franken. Für weitere 225000 Franken soll eine Sauberwasserleitung für Quellwasser erstellt werden. Diese Leitung soll das geplante Bächlein entlang dem Widmiweg – vor allem bei winterlichen Minus-Temperaturen – ergänzen oder ersetzen.

Antworten zur Stadtentwicklung

An der morgigen Einwohnerratssitzung (Beginn um 19.30 Uhr in der Aula des Bezirksschulhauses) ist das Widmi-Kreditbegehren (bei dem das meiste Geld durch die zu erwartenden Anschlussgebühren wieder zurückfliesst) nur eines von etlichen interessanten Geschäften.

Nach der Inpflichtnahme der neuen Grünen-Einwohnerrätin Jasmin Alvarez Arriaga entscheiden die Volksvertreter über die Einbürgerungsgesuche von sieben Personen aus dem Kosovo, aus der Türkei und aus Kenia.

Hauptpunkte sind sicher der Bauzonenplan und die Bauordnung für die Spezialzone «Gleis Nord» (AZ vom 9. September) und die Strassenraumgestaltung der Überbauung Sandweg-Eisengasse (AZ von gestern).

Die Kreditabrechnung der Kanalisationssanierung Bannhaldenweg und die stadträtliche Antwort auf eine CVP-Anfrage zur Stadtentwicklung vervollständigen die umfangreiche Traktandenliste.