Staufen, an der Ost- und Nordgrenze mit dem Bezirkshauport verschmolzen, ist ein typisches Boom-Village. In kürzester Zeit entstanden und entstehen hier in neuen Überbauungen über 500 Wohnungen. Und diese füllen sich nun kontinuierlich.

Weil die Familie mit der Geburt von Julian im letzten November grösser wurde, zogen Markus Grohmann und seine Ehefrau Bettina Ludi Grohmann mit dem Nachwuchs in eine ebenerdige Wohnung eines Mehrfamilienhauses an der Tiliastrasse im aus dem Boden schiessenden Quartier Esterli-Flöösch.

Von Nicole Bill, der Leiterin der Staufner Einwohnerkontrolle, wurde die junge Familie als Bewohner Nummer 2998, 2999 und 3000 registriert. Mit einem kleinen Empfang im Gemeindehaus wurde dieses Jubiläum nun gefeiert. «Wir freuen uns, dass ein solch junger Mitbürger zu unserem Jubiläumseinwohner wurde», sagte Gemeindeammann Otto Moser.

Abflachung erst bei 3500

An eigenen Meilensteinen konnte Moser das schnelle Wachstum seiner Gemeinde illustrieren: 2000, als er Gemeinderat wurde, hatte Staufen 2188 Einwohner, 2010 als er zum Gemeindeammann avancierte, 2590. Die Kurve geht weiter steil nach oben. In der kurzen Zeit seit der Registrierung von Julian wurden weitere 34 neue Staufner erfasst.

«Die Planung unserer Vorgänger trägt nun Früchte», strich Otto Moser die Weitsicht seiner Amtsvorgänger heraus. Nur dank der grosszügigen Zonenplanung in den 60er- und 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts können die aktuell realisierten Überbauungen entstehen. Irgendwo am Horizont ist ein Ende des Booms in Sicht. Moser: «Wir rechnen damit, dass sich die Kurve nach 3500 Einwohnern etwas abflacht». Die Neuzuzüger würden die «Dorfgemeinschaft bereichern», betonte der Ammann. So stehe diese junge Familie stellvertretend für die Entwicklung des Dorfes.

Mit verschiedenen Geschenken wurde die Freude manifestiert: Julian erhielt ein besticktes Kissen und ein Bilderbuch; die Eltern einen Essensgutschein und Blumen. Und natürlich durfte auch der Staufen-Pin nicht fehlen.

Die Grohmanns haben die Parterre-Wohnung wegen dem davor liegenden Garten gewählt: «Zuerst wird hier wohl ein Sandkasten für Julian eingerichtet.» Ganz generell seien sie in «ein wunderschönes Quartier» gezogen. Wichtig war neben der Idylle auch die Nähe der Verkehrswege: Der Bahnhof Lenzburg ist nur 10 bis 15 Minuten entfernt.

Vater und Mutter sind Chemiker

Vater und Mutter von Jubilar Julian stammen beide aus dem süddeutschen Raum und beide sind Chemiker. Bettina Ludi will bald wieder ins Berufsleben einsteigen. Während ihr Mann in Dottikon arbeitet, pendelt sie dann wieder nach Basel.