«Für Meisterschwanden ist es ein Meilenstein, dass wir einen Werkhof in diesen Dimensionen erbauen konnten und damit für die Zukunft gerüstet sind», erklärte Gemeindepräsident Ueli Haller anlässlich der Einweihung des neuen Gebäudes am Samstag stolz. «Wenn man von Süden her ins Dorf einfährt, würde man nicht denken, dass dies ein Werkhof ist. Das Gebäude fügt sich harmonisch in die Umgebung ein und passt zu den Häusern in der Nachbarschaft. Wir wurden sogar schon gefragt, ob das unser neues Gemeindehaus sei.»

Architekt Thomas Hasler von Aeschlimann Hasler Partner Architekten AG erklärte die Gestaltung: «Jeder der drei Gebäudeteile hat eine eigene Nutzung, nämlich Lagerung, Büro und Betrieb. Die Hallen sind unterschiedlich hoch, versetzt angeordnet und jede hat eine leicht andere Schalung. Zusammen mit der Entsorgungshalle umschliessen sie einen Innenhof, das Ganze wird durch einen Zaun eingefasst. Es passiert etwas Räumliches, deshalb ist der neue Werkhof ein schöner Auftakt zum Dorf.»

Am Samstag war Tag der offenen Tür und die Bevölkerung konnte sich davon überzeugen, dass mit dem Kredit von 4,5 Millionen Franken etwas Nachhaltiges und Funktionales geschaffen wurde. Stefan Vatter, Leiter der Werkbetriebe, die drei Mitarbeiter und der Lehrling verfügen mit dem neuen Werkhof über eine moderne Arbeitsstätte. Vom Büro aus lässt sich via Computer die Wasserversorgung kontrollieren, die Geräte können in der Werkstatt gewartet werden und die Fahrzeuge stehen in einer grossen Halle im Trockenen. «Wir sind sehr froh, dass wir nun über eine Anlage verfügen, in welcher alle Werke zentral untergebracht sind», meinte Vatter zufrieden und wand der Verwaltung ein Kränzchen: «Unsere Wünsche wurden alle erfüllt, der Werkhof ist zweckmässig und enthält alles, was man heutzutage braucht.»

Das Gebäude ist aus 300 Kubikmeter Schweizer Holz erbaut, 85 000 Schrauben wurden eingedreht. Die hellen und funktionalen Räume gefielen den Besucherinnen und Besuchern. Besonders fasziniert waren sie aber vom Salzsilo, unter welchem die Streufahrzeuge mühelos beladen werden können. Auch die eigene Waschstrasse liess die Augen vieler Fahrzeughalter glänzen.

«Der Weg zum Werkhof hier im Basmätteli war nicht einfach», erzählte Ueli Haller. Über 10 Jahre habe es gedauert. 2012 stimmte die Gemeindeversammlung der Umzonung zu, im Mai 2015 wurde das Baugesuch publiziert, der Spatenstich erfolgte vor ziemlich genau einem Jahr. Der neue Werkhof steht auf einer ehemaligen Deponie. «Es waren zwar keine schädlichen Stoffe vorhanden, nur Bauschutt, trotzdem wären für die Entsorgung hohe Kosten angefallen», erklärte Haller. Daher wurde entschieden, das Gebäude nicht zu unterkellern. So reichte eine Versiegelung des Bodens aus und die Mehrkosten von 1,5 bis 2 Millionen Franken für die Unterkellerung und die Entsorgung des Deponieinhalts konnten eingespart werden.

Besonders interessant für die Besucher der Einweihungsfeier war die Entsorgungshalle, wo die verschiedensten Stoffe abgegeben werden können. Die Entsorgungsleistung erbringt die Firma Leisibach Entsorgung AG, die auf moderne Technik setzt: Kunden können gebührenpflichtige Stoffe selbst wägen und entweder bar, mit EC-Karte oder durch Abbuchung von einer Kundenkarte bezahlen. Ausserhalb des Werkhofs und dadurch unabhängig von den Öffnungszeiten befinden sich Unterflur-Container für Glas, Büchsen, Alu und Textilien. Auch gebührenpflichtige Abfallsäcke können dort entsorgt werden, falls jemand keine Zeit hat, den Güselsack an einem der üblichen Kehrichtsammeltage an die Strasse zu stellen.