«Es gibt Millionen von Sternen», spielen die Schlossgeischt-Schränzer am Kinderumzug am Samstagnachmittag. Sie meinen wohl Konfetti. Wer in «zivil» am Strassenrand dem Corso beiwohnt, riskiert einen Konfettiregen. Ungestraft mit Papierteilen um sich zu schmeissen, mitten ins Gesicht: Das macht sichtlich Spass. Sogar gestandene Väter werden wieder zu Lausbuben und helfen Konfetti zusammenzusammeln, um sie neuen «Opfern» zukommen zu lassen. «Eine ziemlich ungeordnete Sache», meint ein älterer Mann am Strassenrand. Hoffentlich! Einmal im Jahr darf Anarchie herrschen in der Rathausgasse.

Zahlreiche Familien folgen den Schlossgeischt-Schränzern; ein bunter Haufen verkleideter und geschminkter Gestalten bewegt sich fröhlich durch die Altstadt. Fasnacht vereint. Eine Clownfamilie neben einer Indianersippe; Prinzessinnen, Zauberer und Hexen, Ritter, Piraten, Pippi Langstrumpf, ein Pharao: Hauptsache farbenfroh. So präsentiert sich nach dem Konfettisturm auch die Rathausgasse mit dem neuen Papierbelag, derweil es für die verkleideten Kinder Mütschli und Schoggistängeli zur Stärkung gibt.