Rund 40 Personen versammelten sich abends um 9 Uhr im Arbeiterstrandbad in Tennwil. Grund der Versammlung: Die Aargauer Krimi-Autorin Ina Haller las aus ihrem neusten Buch «Der Fluch von Aarau» vor.

War die Lesung ursprünglich auf dem Sonnendeck des Strandbades geplant, musste man wegen des unsicheren Wetters in den Aufenthaltsraum ausweichen. «Das Wetter ist typisch für Tennwil, man weiss am Ende nie, ob das Gewitter noch umschwenkt oder wirklich bei uns ankommt», erklärte Kassier Renato Mazzocco.

Für die Gäste der Lesung war es einerlei, gespannt hörten sie Ina Haller zu, welche ausgewählte Passagen aus ihrem aktuellen Buch vorlas.

Die Autorin liess es sich nicht nehmen, den Zuhörern zwischen den Passagen immer wieder zusätzliche Informationen über die privaten Beziehungen der Figuren zu geben. Dies vor allem auch, weil es sich bei «Der Fluch von Aarau» um den sechsten Band einer Reihe um Verlagsmitarbeiterin Andrina Kaufmann handelt. Nach der eigentlichen Lesung nahm sich die Autorin die Zeit, um Fragen der Anwesenden zu beantworten. Dabei erklärte sie unter anderem auch, wie sie bei der Recherche für ihre Bücher vorgeht. Beim aktuellen etwa, arbeitete Haller mit zwei Psychologen zusammen, die ihr erklärten, wie Menschen auf eine Amnesie reagieren. Dieses Schicksal ereilte Andrina inihrem aktuellen Buch. «Es wahr sehr schwierig, sich in eine Situation einzufühlen, welche man selbst noch nie erlebt hat. Aus diesem Grund war ich froh um die Ratschläge von Fachpersonen.» Haller selbst sieht sich als Taucherin. «Wenn ich schreibe, dann tauche ich ab in eine andere Welt. Leiden die Figuren des Buches, dann tut es auch mir weh.»

Die Autorin versteht es, ihre Zuhörer zappeln zu lassen. Sie beendete ihre Lesung mit einer Sequenz, in welcher das Leben der Hauptprotagonistin bedroht ist. – Im kommenden Jahr erscheinen zwei weitere Bücher von Ina Haller. Eine Fortsetzung der Geschichte um Andrina und ein Krimi mit neuen Protagonisten.