Der Surfsport hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Es kommen immer neue Technologien auf den Markt und es entstehen neue Surfdisziplinen. Bestes Beispiel: das Stand-up-Paddle oder auch SUP genannt. SUP ist die Trendsportart auf den Gewässern der Welt, so auch auf dem Hallwilersee. Männer, Frauen und Kinder stehen nach Feierabend oder an den Wochenenden auf einem Surfbrett und gleiten mit einem Paddel bewaffnet von Ufer zu Ufer.

Einer, der diesen Aufwind für den Surfsport pushen möchte, ist Manu Simmons. Der 35-Jährige lebt in Beinwil am See und arbeitet tagsüber als Sachbearbeiter. In seiner Freizeit ist er leidenschaftlicher Surfer: «Ich verbringe so viel Zeit wie möglich auf dem Wasser.»
Seit seinem siebten Lebensjahr steht er auf dem Board. Sein Vater eröffnete 1977 die Erste von 17 Surfstationen, «Chuck Surf», an der Côte d’Azur. 1979 folgte eine Station in Meisterschwanden. 2008 bildete sich Manu Simmons ebenfalls zum Windsurfing Instruktor und Stand-up-Paddling-Trainer aus und arbeitete daraufhin nebenbei als mobiler Surflehrer für seinen Vater.

Wingsurfen ist eine neue Herausforderung für SUP

Seit letztem März hat er seine eigene Surfschule «Enigmaticsurf» in Beinwil am See: «Ich will jedem Menschen ermöglichen zu surfen – sich in der Natur aufzuhalten und das Wasser und den Wind zu geniessen.» Sein Ziel ist es Abwechslung in den Surfsport reinzubringen und Stand-up-Paddlern neue Herausforderungen zu bieten.

Im Herbst mit Flügeln über das Wasser gleiten

Dafür hat Manu Simmons ein Konzept entwickelt, dass jedem ermöglicht surfen zu lernen, einzige Voraussetzung: Man muss schwimmen können. Mit diesem Konzept bringt er auch gleich einen neuen Surftrend ins Seetal: Wingsurfen. Und wie funktioniert es? Man steht auf dem Board und hält einen Flügel in der Hand, den «Wing».

Anders als bei anderen Windsportarten wird der Wing weder am Board fixiert noch über irgendwelche Schnüre indirekt gesteuert. Das Wingsurfen kann man im Gegensatz zum Kite- oder Windsurfen sehr schnell und einfach lernen und ist somit der perfekte Übergang vom SUP zu anderen Surfdisziplinen.

Ab dem 20. September bietet Manu Simmons die Möglichkeit, die «Wings» auf dem Hallwilersee zu testen. Er wird interessierte gleich an Ort und Stelle instruieren. Anmelden kann man sich unter: sparklewave@gmx.ch. «Stand-up-Paddler können mit den Wings ein neues Level erreichen», sagt Manu Simmons begeistert. Neben seiner Homebase in Beinwil am See, ist der Surflehrer auch auf dem Sempachersee und Urnersee anzutreffen. Zudem bietet er auch Workshops in Frankreich, Holland oder Süditalien an.

Seine Wunschvorstellung für die Zukunft sei es rund 50 Prozent seiner Zeit auf dem Wasser verbringen. Für die nächste Generation von Surfern hat er bereits gesorgt. Seine 11-jährige Tochter ist wann immer möglich mit ihm auf dem See. Sie surft seit ihrem sechsten Lebensjahr.