Bei Temperaturen über 35 Grad suchten am Wochenende unzählige Menschen eine Abkühlung im Hallwilersee. Am Sonntag kamen auch Badegäste aus anderen Kantonen ins Aargauer Seetal – und nicht nur sie kamen mit dem Auto.

Der Badespass viele wurde am Sonntag gleich zweimal getrübt: Erst waren die Parkplätze nahe am See oder bei den Strandbädern schnell rar, sodass viele Badegäste zum Parkieren auf die Trottoirs auswichen. Dies missfiel wiederum der Regionalpolizei Lenzburg: Rings um den See hagelte es Parkbussen. 

Nicht die Geldkuh melken

Der Sonntagsausflug wurde damit schnell zum teuren Spass: Die Busse fürs Wildparkieren kostet 120 Franken. In Seengen klemmten die Polizisten gleich reihenweisse Busszettel unter die Scheibenwischer.

Ein Schelm wer nun denkt, die Polizei habe also einfach die fette Milchkuh gemolken. Regionalpolizist Markus Basler betonte gegenüber Tele M1, man büsse an solch schönen Tagen nicht absichtlich mehr: «Uns geht es nur um Verkehrssicherheit. Wir haben gar nicht die Kapazität, alle Parkplätze lückenlos zu überprüfen.»

Das Parkieren auf den Trottoirs bedeutet an neuralgischen Punkten rings um den See in der Tat ein erhöhtes Sicherheitsrisiko für den Strassenverkehr und Fussgänger.

Unflexible sind selbst Schuld

Aber was soll man also tun, wenn die Parkplätze überfüllt sind? Die Regionalpolizisten halten klar fest, das überfüllte Parkplätze nicht zum Wildparkieren berechtigen. Doch schon am frühen Nachmittag mussten beim Tennwiler Strandbad weitere Ankömmlinge weggeschickt werden. «Ich schicke sie einen Kilometer weiter ins Dorfzentrum, dort hat es noch Platz im Parkhaus», sagte der Parkplatzeinweiser gegenüber Tele M1

Hatte es also doch nicht zu wenige Parkplätze? Markus Basler von der Regionalpolizei Lenzburg betonte: «Wir sind noch nicht am Limit.» Zwischen Seengen und Meisterschwanden gäbe es allein 2100 Parkplätze. «Ein Problem gibt es, wenn die Leute an einem Parkplatz – wie beispielsweise beim Schloss Hallwyl – festhalten, statt dem Verkehrsdienst dorthin zu folgen, wo es noch freie Plätze hat.» (edi)