Lenzburg

Weihnachtskarten aus dem Kunst Kiosk: Seine Weihnachten sind immer weiss

Fritz Huser mit seinen Weihnachtsbildern und einem Schal seiner Frau Brigitte.

Fritz Huser mit seinen Weihnachtsbildern und einem Schal seiner Frau Brigitte.

Der Künstler Fritz Huser bietet in seinem «Kunst Kiosk» weihnachtliche Kleinode an.

Fritz Huser ist in Beinwil am See zu Hause. Aber eigentlich mehr in Lenzburg, wie er selber sagt. In zwei Räumen im Erdgeschoss des Müllerhauses. Hier arbeitet der Künstler. «Ich wollte immer ein wohnliches Atelier», sagt er. Das ist ihm gelungen. Husers Räume sind die einzigen im Müllerhaus, die nicht renoviert wurden.

An der Decke blättert da und dort der Putz ab, Bohrlöcher in den Wänden zeugen von der ersten Ausstellung des Stapferhauses, die 1997 im Müllerhaus stattfand. Doch genau das gefällt Huser. Und es passt hervorragend zu seinen Bildern, den Holzmöbeln und den vielen kleinen Gegenständen, mit denen er sein Atelier heimelig gemacht hat.

Lenzburg im Weihnachtskleid

Im Dezember ist das Atelier auch eine Galerie. Jedes Wochenende öffnet Fritz Huser seine Türen und verkauft Bilder und weihnächtliche Preziosen. Dieses Jahr steht auf der Einladungskarte «Neuer Huser Kunst Kiosk», zum ersten Mal stellt der Künstler auch im Gartensaal Bilder aus. Doch der «Kunst Kiosk» hat nicht nur grossformatige Bilder im Angebot, daher auch die Bezeichnung «Kiosk». «Es ist eine Ausstellung, aber es gibt auch Kleinigkeiten zu kaufen», sagt Huser. Zum Beispiel Weihnachtskarten, von denen er jedes Jahr mindestens zwei neue Motive kreiert.

Auf den Karten verzaubert Huser Lenzburger Motive wie das Schloss oder die Altstadt mit Schnee, warmen Farben und lieblichen Figuren zu weihnachtlichen Tableaus. Auch die Originale der Motive sind zum Verkauf. Die romantischen Bilder sind voll von kleinen Details: Ein sanft lächelnder Schneemann neben den Sternsingern, ein geschmückter Tannenbaum in der Wohnung über dem Durchbruch, ein Nashorn, das anstelle des Horns eine brennende Kerze auf der Nase trägt.

An einer Wand hängen viele kleine Bilder im Format 10 mal 10 Zentimeter. Huser nennt sie «Existenzminimum». Auf ihnen lassen sich viele Themen finden, die den Künstler beschäftigen. Planeten, Brücken als Übergänge, Zeichnungen von Menschen.

Im Raum, in dem Huser normalerweise malt, sind die Werke seiner Frau ausgestellt. Brigitte Huser ist ebenfalls Künstlerin und arbeitet mit textilen Materialen. Sie verkauft unter anderem gestrickte Fingerringe, gemusterte Seidenschals und filigrane Filzbilder an. Jedes Stück ein Unikat.

Im «Kunst Kiosk» bietet Fritz Huser auch seinen Schönschreib-Service an. Im Lauf der Jahre hat er seinen eigenen Stil der englischen Kupferstecherschrift entwickelt. Mit einer Adresse in Husers geschwungener Schönschrift wird die Weihnachtspost gleich noch persönlicher und einzigartiger.

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