Lenzburg
Wegen Sonnenbrand: Zwei Bäume im Stadtzentrum werden gefällt

Obwohl sie bereits geschwächt waren, wollte man die beiden Bergahornbäume bei der Umgestaltung des Freischarenplatzes 2006 erhalten. Nun hat ihnen der Sonnenbrand zusätzlich zugesetzt. Sie werden deshalb mit stadtklimarestistenten Exemplaren ersetzt.

Ruth Steiner
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Einer der beiden Bergahornbäumen, die gefällt werden.

Einer der beiden Bergahornbäumen, die gefällt werden.

Nicht nur Menschen können Sonnenbrand einfangen. Bäume auch. Schält sich bei Leuten die Haut, äussert sich der Zustand bei zwei rund 40-jährigen Bergahorn-Exemplaren am Rande des Freischarenplatzes durch massive Rindenschäden. Diese Verletzungen sind irreparabel.

Die beiden Bäume im Stadtzentrum werden deshalb in der kommenden Woche gefällt. «An der gleichen Stelle werden anschliessend zwei Spitzahornbäume gepflanzt. Diese sind resistenter. Sie sollten das asphaltierte Umfeld besser ertragen können», weiss Christian Brenner, Abteilungsleiter Tiefbau im Lenzburger Bauamt.

Die beiden kranken Bäume standen schon früher in der einstigen Sträucherrabatte vor der Aargauischen Kantonalbank. Mit der Umgestaltung des Platzes im Jahre 2006 wurde die Grünfläche aufgehoben.

Dabei wollte man die beiden Bergahorn jedoch erhalten. Dies, obwohl sie schon damals geschwächt waren, wie Brenner festhält. Doch habe man alles darangesetzt, sie am Leben zu erhalten. Vergeblich, wie sich nun herausstellt.

Die neuen Kugelspitzahornbäume werden in wasserspeicherndes Erdmaterial gepflanzt. Als Schutzmassnahme wird ein Rost über die Wurzel gelegt. Genau so wie bei den beiden links und rechts der Kantonalbanksäule platzierten Bäume. Diese sind analog der künftigen Exemplare frosthart, vertragen Hitze und Trockenheit und sollten damit absolut stadtklimatauglich sein.