Rupperswil

Wegen der Schulhausinvestitionen dürften die Steuern langfristig steigen

Das über 100-jährige Seetalschulhaus soll saniert werden. Toni widmer

Das über 100-jährige Seetalschulhaus soll saniert werden. Toni widmer

50 Millionen Franken könnte die Gemeinde der Schulraum in ferner Zukunft kosten. Vorerst geht es um ein paar Millionen für ein Sanierungsprojekt und einen Neubau. Sie werden die Gemeindekasse belasten.

Steigende Schülerzahlen, die Umstellung des Schulsystems auf 6/3 im nächsten Jahr und die Weiterführung der Kreisschule Lotten haben Konsequenzen für die Gemeinde: Sie muss in Schulbauten investieren und nicht wenig.

Rupperswil schätzt die Kosten für Sanierungsprojekte, Neubauten und Landerwerbe in absehbarer oder späterer Zukunft auf 50 Millionen Franken.

An einem eher spärlich besuchten Informationsabend am Mittwoch fasste Gemeindeammann Rudolf Hediger zusammen: «Die Zeit drängt, nutzen wir sie für eine optimale Planung.» Bereits die Gemeindeversammlung vom 22. November entscheidet über die Sanierung des Seetalschulhauses für die Kreisschule Lotten von 3,6 Mio. Franken. Neu finden darin der Schulleiter und das Sekretariat Platz. Im Hinblick auf den Bau eines neuen Primarschulhauses in den Jahren 2015/16 wird an der Gmeind auch über einen Kredit von rund 400 000 Franken für die Durchführung eines Projektwettbewerbs abgestimmt. Der Neubau wird auf 18 Millionen veranschlagt. Für die Übergangslösung braucht es Schulprovisorien, dafür soll die Gemeindeversammlung ebenfalls grünes Licht geben.

Neubau bei Juraschulhaus

Die Sanierung des Seetalschulhauses, ein 1905 im Jugendstilhaus erstelltes Gebäude, soll bereits im nächsten Jahr in Angriff genommen werden und im April 2015 in neuem Glanz erstrahlen.

Das neue Primarschulhaus soll nördlich des Juraschulhauses gebaut und mit einer Passerelle zu diesem verbunden werden. Der Einzug ist auf Juli 2016 vorgesehen. Während der Um- und Neubauphase werden die Schüler in Schulcontainern auf dem Pausenplatz des Juraschulhauses unterrichtet.

Steuererhöhung absehbar

Die geplanten Investitionen belasten die Gemeindekasse. Langfristig komme man nicht um eine Steuererhöhung herum, warnte Gemeindeammann Hediger. Dies bestätigte auch der Präsident der Finanzkommission Rudolf Kohler: «Es wird eng, auch wenn wir keine goldenen Schuldächer, sondern zweckmässig bauen.» Ein sorgfältiger Umgang mit den Finanzen sei angesagt: «Spare in der Zeit, so hast du in der Not.»

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