Bezirk Lenzburg
Wasserflut hinterlässt Totalschaden: «Jetzt stehe ich wieder am Nullpunkt»

Im Bezirk Lenzburg sind besonders viele Leute von Unwetterschäden betroffen. Alleine in Möriken wurden 50 Keller überflutet. Zu Besuch bei Betroffenen.

Drucken
Teilen

Karin Jenny steht in ihrem überfluteten Garten: «Ich hätte weinen können», sagt die Mörikerin gegenüber Tele M1. Erst vor kurzem hat die Familie ihren Wintergarten umgebaut. Nun steht er unter Wasser. Ihr Garten hat sich in kürzester Zeit in einen Fluss verwandelt. Bereits hat die Familie mit dem Aufräumen begonnen. Denn der Schlamm muss weg. Jenny: «Was will man tun? Das ist Naturgewalt.»

Den Bezirk Lenzburg haben die heftigen Unwetter vom Mittwoch besonders stark getroffen. Besonders Hendschiken, Othmarsingen und Wildegg.

Gemäss der Kantonspolizei kamen die meisten Schadensmeldungen aus Othmarsingen, die Gemeinde, in der auch Hugo Werder lebt. Ihn haben die Wassermassen am Mittwoch total überrascht. «Das Wasser floss vom Schulhaus herunter, und dann einfach alles bei mir hinein», sagt er gegenüber dem Regionalsender. Solange bis seine ganze Wohnung unter Wasser stand.

«Wieder auf dem Nullpunkt»

Schwer getroffen hat es auch Dani Kolm. Er zieht bald um und hat darum schon einen Teil des Haushalts in die Garage gestellt. Im Nachhinein eine schlechte Entscheidung: Die Flut aus der Kanalisation hat seine Garage etwa 40 Zentimeter hoch gefüllt. Viele seiner Habseligkeiten kann er jetzt wegwerfen. «Das was ich noch brauchen kann, wird gezügelt», sagt Kolm. «Den Rest müssen wir dann schauen.» Er ergänzt: «Jetzt stehen wir wieder auf dem Nullpunkt.»

Ähnlich erging es Karin Rutz, die gerade in ihrem Treuhand Büro arbeitete, als das Wasser plötzlich durch das Fenster in das Büro lief. «Hier sieht man den ganzen Schlamm», sagt Karin Rutz und watet durch das knöcheltiefe Wasser.

Der Gehrenweg in Möriken hat sich in einen reissenden Bach verwandelt.
3 Bilder
Der Gehrenweg in Möriken hat sich in einen reissenden Bach verwandelt.
Der Gehrenweg in Möriken hat sich in einen reissenden Bach verwandelt.

Der Gehrenweg in Möriken hat sich in einen reissenden Bach verwandelt.

Leserbild/Hanny Dorer

In Möriken und Umgebung standen, um die 50 Keller unter Wasser. Einer davon ist jener der Familie Weisskopf. Mittlerweile ist das Ausmass der Zerstörung sichtbar. Lebensmittel, Kühlschrank – alles zerstört. «Es gab einen Knall», sagt Maggie Weisskopf zu Tele M1. «Dann gingen wir hinein und hörten das grosse Rauschen.» (fvo)

Aktuelle Nachrichten