Birrwil
Wasser stellt die Bauleute bei der Sanierung der Seestrasse vor Herausforderungen

Die Sanierung der Seestrasse ist sehr komplex. Umfassende Massnahmen sichern die Baustelle.

Michael Küng
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Ruth Steiner

Seit Anfang Oktober ist die schmale Seestrasse in Birrwil eine Baustelle. Für rund 1,5 Millionen Franken wird sie saniert und bekommt zusätzlich eine bessere Beleuchtung. Die Hanglage und die engen Platzverhältnisse machen das Projekt kompliziert und umfangreich. «Speziell ist das viele Wasser, das am Hang aufgefangen werden muss, um für einen stabilen Untergrund zu sorgen», sagt Roland Kasper, Bauleiter des zuständigen Büros CES Bauingenieure in Aarau.

Dazu wurden seit Baubeginn im Oktober ausreichend Sickerleitungen verlegt, die das Wasser ableiten und teilweise in ein Auffangbecken führen. Eine auf den ersten Blick paradox scheinende Massnahme ist die temporäre Verbreiterung der Strasse, die mit der Aufschüttung von 2500 Kubikmeter Erde gebaut worden ist. Denn der Weg unterliegt dem Hallwilersee-Schutzdekret, das baulichen Massnahmen enge Grenzen setzt. Die aufwendige Verbreiterung wurde umgesetzt, um den Verkehr einspurig an der Baustelle vorbeiführen zu können.

So bleiben unter anderem das Restaurant Schifflände und die Fischerei Hallwilersee auch während den Sanierungsarbeiten weiterhin erreichbar. «Die Verbreiterung bleibt nun über Winter bestehen. Im Frühling werden wir sie dann wieder zurückbauen», sagt Roland Kasper. Am Ende wird die Strasse ähnliche Dimensionen aufweisen wie vor Baubeginn: Die schmalste Stelle wird 4,26 Meter messen, der Hangbereich etwa 4,8 Meter. Zeitlich liegt die Sanierung voll im Plan und wird voraussichtlich im Mai 2018 abgeschlossen sein.

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