Brunegg
Was, wenn es kein Bauland mehr gibt? Dorfkern soll erhalten bleiben

Für das Boom-Dorf Brunegg geht es an der Gemeindeversammlung unter anderem um den Schutz des Dorfkerns. Der Gemeinderat geht davon aus, dass das Bauen am Bestand stark zunehmen wird.

Michael Küng
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Der Druck auf das Bauland ist gross. Doch der idyllische Dorfkern von Brunegg soll so gut wie möglich erhalten bleiben.

Der Druck auf das Bauland ist gross. Doch der idyllische Dorfkern von Brunegg soll so gut wie möglich erhalten bleiben.

Raphael Huenerfauth;Michael Küng

An seiner kommenden Gemeindeversammlung am 4. Juni wird Brunegg über zwei Verpflichtungskredite zu befinden haben.

Der Gemeinderat beantragt 196 000 Franken für die zweite Generation der Generellen Entwässerungsplanung (GEP). In dieser sollen gemäss Planung der kantonalen Abteilung für Umwelt unter anderem der Kataster aufbereitet und verschiedene Standardisierungen vorgenommen werden. Die erste Generation in Brunegg stammt aus dem Jahr 2001.

Die übliche Erneuerungsrate bei Entwässerungsplanungen liegt laut Gemeinde Brunegg bei 10 bis 15 Jahren, weshalb nun ein guter Zeitpunkt sei. Die Aktualisierung des Entwässerungsplans soll voraussichtlich zwei Jahre dauern.

Bemerkenswert ist, dass Brunegg laut Rechenschaftsbericht im Jahr 2017 von 739 Einwohnern auf 811 angewachsen ist: 70 Wegzügen stehen 129 Zuzüge gegenüber. Ende des Jahres 2000 lag die Einwohnerzahl noch bei 344. Das Wachstum zeigt, wie gross der Druck auf das Bauland von Brunegg ist.

Mit Stand 2016 sind in Brunegg noch 4,4 Hektaren Wohn- und Mischzone unüberbaut, das sind gut 20 Prozent des gesamten Baulands. Mit diesen Voraussetzungen beantragt der Gemeinderat einen Verpflichtungskredit für die Revision der Nutzungsplanung. Sie soll mit 140'000 Franken zu Buche schlagen.

Davon ausgehend, dass es keine weiteren Einzonungen geben wird, nimmt der Gemeinderat an, dass in Zukunft das Bauen am Bestand stark zunehmen wird. Heisst: Umbauen, Neubauen, Anbauen. Dementsprechend will die Gemeinde bei der Revision auch prüfen, wie die Entwicklung im Dorfkern erfolgen kann, ohne das Ortsbild zu schädigen.

Die Gemeinde setzt auf das Planungsbüro Marti Partner, mit dem der Planungskredit festgesetzt wurde. Der Zeitplan sieht vor, dass Anfang 2020 das Mitwirkungsverfahren und parallel die Vorprüfung durch den Kanton durchgeführt werden können. Ein Jahr später ist die öffentliche Auflage geplant. So soll die Gesamtrevision der Nutzungsplanung im Sommer 2021 der Gemeindeversammlung vorgelegt werden können.

Einsparung bei Feuerwehr

Unerwartet günstig wurde die Beschaffung von einem Fahrzeug und verschiedenen Materialien für die Regionale Feuerwehr Maiengrün.

Brunegg beteiligte sich mit 158 000 Franken an der gemeinsamen Beschaffung, für die gesamthaft 718 000 Franken eingeplant waren. Dank verschiedener Eigenleistungen beim Einrichten der Fahrzeuge und der Wiederverwendung von bereits vorhandenem Zubehör aus den ursprünglichen Fahrzeugen konnte nun deutlich gespart werden. So kostet die Beschaffung Brunegg nun nur noch 116 000 Franken, rund 42 000 Franken weniger als vorgesehen.

Gemeindeversammlung: 4. Juni, 20 Uhr, Turnhalle

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