Seon
Was einem Reiter im Parcours so alles durch den Kopf geht

An der Springkonkurrenz des Reitvereins Hallwil hatten Amazonen und Reiter aus der Region die Nase vorn. Der OK-Präsident ritt einen Parcours bei laufenden Mikrophon.

Sibylle Haltiner
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Markus Hauri erläutert die Sprünge live vor Publikum. sih

Markus Hauri erläutert die Sprünge live vor Publikum. sih

«Ich möchte Ihnen zeigen, welche Gedanken einem Reiter während des Parcours durch den Kopf gehen.» Vom Rücken seines Schimmelhengstes aus begrüsste der OK-Präsident der Springkonkurrenz in Seon, Markus Hauri, am Sonntagnachmittag die zahlreichen Zuschauer. Hauris kommentierten Wettkampfritte haben Tradition auf dem Springplatz bei der Reithalle Egliswil.

Während der Seoner einen Parcours ritt, dessen Hindernisse bis 130 Zentimeter hoch waren, teilte er den Anwesenden über ein Headset-Mikrofon mit, was er dabei dachte. «Jetzt wird es ein bisschen eng», erklärte er beim Anritt auf einen Oxer. Mit einem Stangenfehler beendete Hauri den Parcours und resümierte: «Das Grundtempo hat nicht ganz gepasst.» Für die Nichtreiter im Publikum waren Hauris Informationen besonders spannend, konnten sie doch den Plan hinter dem Ritt erkennen.

Für Junge und Routiniers

An drei Tagen fanden am ersten Concourswochenende des Reitvereins Hallwil zehn Prüfungen statt. Anfänger und junge Pferde konnten sich auf Parcours über 90 Zentimeter messen. Für lizenzierte Reiter gabs Wettkämpfe mit bis 135 Zentimeter hohen Hindernissen.

Am Start waren auch einige Reiterinnen und Reiter aus der Region, die gut abschnitten. Der Sonntagnachmittag stand mit seinen zwei Hauptprüfungen über 130 beziehungsweise 135 Zentimeter ganz im Zeichen von Amazonen aus dem Aargau: Ariane Muff aus Vordemwald und Adrienne Müller aus Veltheim mit je einem Sieg sowie die Gränicherin Nadine Steffen, die einen zweiten Platz errang, dominierten die beiden anspruchsvollsten Wettbewerbe. Daneben konnten der Lenzburger Marvin Meier und die Seoner Lokalmatadoren Melissa Frischknecht, Janine Schlatter und Markus Hauri je eine Prüfung gewinnen.

OK-Präsident Markus Hauri blickte auf einen gelungenen ersten Concours zurück. Während auf einem Bildschirm in der Festwirtschaft die Olympiareiter zu sehen waren, meinte Hauri: «Die Basis des Reitsports wird in den Vereinen und mit solchen Turnieren wie hier gelegt.»