Niederlenz
Wand brach einen Tag vor geplantem Abriss ein

Am Sonntag stürzte an der Rössligasse die Wand eines Hauses ein – einen Tag, bevor die Abbruchfirma anrückte. Die Abbruchbewilligung lag erst seit kurzem vor.

Irena Jurinak
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Nach dem Einsturz hüllte eine Staubwolke die Rössligasse ein. Fotos: Roger Gysi

Nach dem Einsturz hüllte eine Staubwolke die Rössligasse ein. Fotos: Roger Gysi

Als Leserreporter Roger Gysi am Sonntagabend an der Rössligasse in Niederlenz gegen halb fünf Uhr plötzlich ein lautes Poltern hörte, ahnte er, was geschehen war, und dachte sofort an das baufällige Haus vis-à-vis von der Schule.

«Jedes Mal, wenn ich daran vorbeiging, fragte ich mich, wann es einstürzen würde.» Er fing die eingestürzte Mauer und die Staubwolke, die die Umgebung nach dem Einsturz einhüllte, mit seiner Kamera ein.

Ironie des Schicksals: Vor einiger Zeit waren die Anwohner schriftlich von der Baufirma darüber informiert worden, dass das Haus abgerissen werde, der geplante Abbruchtermin war gestern – just einen Tag, nachdem die Wand von selber einstürzte.

Verletzt wurde niemand, einzig die Dachziegel einer benachbarten Garage wurden beschädigt. Die zuständige Baufirma Hunziker Baumanagement hatte das Gelände vor drei Monaten abgesperrt. Die Abbruchbewilligung lag erst seit kurzem vor.

«Wir wussten, dass die Wand einsturzgefährdet ist, darum haben wir das Gelände abgesperrt», sagt Projektleiter Angelo Ballerini. «Zum Glück ist nichts passiert.» Die Baufirma plant auf dem Gelände eine Überbauung mit zwei Mehrfamilienhäusern.

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