Lenzburg

Waffenlauf im Hoch

Christoph Brunner ist seit einigen Jahren ein aktiver Waffenläufer. zVg

Christoph Brunner ist seit einigen Jahren ein aktiver Waffenläufer. zVg

Nach dem Aarauer Stadtlauf kündigt sich auch beim Lenzburger Lauf am kommenden Samstag eine Rekordbeteiligung an. Das ist nicht zuletzt den Waffenläufern zu verdanken.

Christoph Brunner ist zufrieden: Mit rund 150 Waffenläufern (141 Männer und 9 Frauen) verzeichnet der Vorsteher des Ressorts Waffenlauf im Lenzburger Lauf-OK eine Zunahme des Läuferfeldes um rund 50 Prozent gegenüber den vergangenen Jahren. Das ist aussergewöhnlich. Und hat einen guten Grund. «Eine Panzer-RS aus Thun mit gut 50 Rekruten hat sich angemeldet», erklärt Christoph Brunner. Ob ein derartiges Teilnehmerfeld eine Eintagsfliege bleiben wird? Brunner verneint. Er ist seit einigen Jahren selber ein begeisterter Waffenläufer und hat dazu eine klare Meinung: «Der Waffenlauf gewinnt wieder an Sympathie. In den vergangenen Jahren ist das Teilnehmerfeld kontinuierlich angestiegen.» Brunner ist überzeugt, dass der Waffenlauf auch in Zukunft weiter zulegen wird.

Früher der «Reinacher»

Der Waffenlauf hat eine Durststrecke hinter sich: Zwei Armeereformen haben den Schweizer Traditionssport auf die Liste der aussterbenden Ausdauersportarten gebracht: Die Sparprogramme der Armee gingen auch am Waffenlauf nicht spurlos vorüber. Ein Lauf nach dem andern verschwand von der Bildfläche. «Von den einst grossen Schweizer Waffenläufen haben nur wenige überlebt», weiss Christoph Brunner. Andere Läufe hatten das Glück, in bestehende Volksläufe integriert zu werden. Zu jenen Läufen, die überlebt haben, gehört der «Reinacher». Seit 2007 ist er Teil des Lenzburger Laufes. 14,4 Kilometer beträgt die Waffenlaufstrecke in Lenzburg, welche im Tarnzug (TAZ) und dem Päckli auf dem Rücken absolviert werden muss.

Der Waffenlauf in Lenzburg ist Teil der Schweizer Meisterschaft im Waffenlauf. Diese beinhaltet zehn Läufe und wird vom Waffenlauf-Verein Schweiz getragen, sagt Brunner.

Über 1500 Anmeldungen

Für den 35. Lenzburger Lauf am Samstag, 25. Mai kündigt sich ein neuer Teilnehmerrekord an: Bereits heute haben sich auf der Anmeldeplattform www.lenzburgerlauf.ch 1558 Läuferinnen und Läufer eingeschrieben. Wer die Meldefrist verpasst, kann sich am Lauftag noch vor Ort anmelden. Traditionsgemäss besteht in Lenzburg die Möglichkeit, in den unterschiedlichsten Laufdistanzen an den Start zu gehen. Ambitionierte Leistungssportler und Hobbyjogger, Walker, Schüler der Regionalschule Lenzburg und der Nachbardörfer sowie Familien treffen am Start und Ziel auf der Schützenmatte in Lenzburg aufeinander.

Zum 30-Jahre-Jubiläum des Lenzburgers vor fünf Jahren wurde der Charity-Lauf eingeführt. Beim Stafettenlauf gehen Dreier-Teams an den Start. Jede Person rennt einmal um die Schützenmatte. Das ist eine Distanz von rund 900 Metern. Der Erlös kommt einer wohltätigen Institution zugute. Heuer wird zugunsten des Vereins Rollstuhl-Fahrdienst Region Lenzburg gespurtet. Der Lenzburger Lauf ist Teil der AZ-Goldläufe und der Döbeli-Seetal-Trophy.

Christoph Brunner steigt am Samstag auch in den TAZ und schultert sein Päckli. Acht Waffenläufe stehen in diesem Jahr auf dem Programm des 41-jährigen selbstständigen Landschaftsgärtners aus Niederlenz. «Mir ist es ein grosses Anliegen, dass der Waffenlauf in Lenzburg Bestand hat», begründet Brunner seine Motivation, sich im Lauf-OK zu engagieren. Zudem ist er im Vorstand des Unteroffiziersvereins Wynental, welcher die Schirmherrschaft über den Lauf hat.

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