Hallwil/Birrwil

Vorbildliche Hundehalter: Wenn Herrchen ruft, gibts keine Widerrede

Urs und Liliane Schaffner sind mit Mash und Bonny oft im Freien.

Urs und Liliane Schaffner sind mit Mash und Bonny oft im Freien.

Es gibt sie, die Hundehalter, die ihre vierbeinigen Lieblinge an der kurzen Leine führen: Liliane und Urs Schaffner aus Birrwil gehören zu ihnen. Sie zeigen grosses Verständnis für Menschen, die Vierbeinern weniger zugetan sind.

«Wir sind uns bewusst, dass nicht alle Menschen Hunde lieben. Das respektieren wir. Wir wollen diese Leute nicht unnötig verärgern», sagt Urs Schaffner. Mit seiner Frau Liliane steht er auf einem offenen Feld in der Nähe der Hallwiler Badi. Ihre beiden Belgischen Schäferhunde, der Rüde Mash und die Hundedame Bonny, tollen herum.

Derweil nähern sich auf dem Feldweg entlang des Aabachs Spaziergänger. Schaffners reagieren umgehend. Für die beiden Vierbeiner heisst das: Jetzt geht es an die Leine. Da gibt es kein Wenn und Aber. Für Mash und Bonny scheint dies reine Routine zu sein. Auf Schaffners Rufen, zögern sie keinen Moment.

Sie gehorchen aufs Wort, jagen zurück zu ihren Haltern, nehmen an deren Seite Platz. Den erst zweijährigen Mash nimmt Urs Schaffner vorsichtshalber an die Leine. So lange, bis sich die vorbeigehenden Personen in sicherer Distanz befinden.

Wenn es im Freien zu unschönen Begegnungen zwischen Hundehaltern und Spaziergängern kommt, so steht nicht selten der Vierbeiner dazwischen. Das wissen auch Urs und Liliane Schaffner aus Birrwil. Angesprochen auf die kürzlich erfolgten Medienberichte, gesteht Urs Schaffner, dass die eine oder andere für Hundehalter wenig schmeichelhafte Bemerkung durchaus ihre Berechtigung habe.

Polizei regte Hundehaltung an

Hunde brauchen klare Regeln, ganz besonders auch die Belgischen Schäferhunde. «Es sind Sport- und Suchhunde, die bewegt werden müssen, sonst drehen sie durch. Zudem ist es eine Rasse, die eine straffe Führung verlangt. Entfernen sie sich zu weit von uns, werden sie umgehend zurückgepfiffen», erklärt Urs Schaffner. Hundeschule und ausgedehnte Märsche – dreimal täglich mindestens eine Stunde – sind seit Jahren fester Bestandteil der Schaffner’schen Agenda.

Vor rund 20 Jahren hielt der erste Vierbeiner Einzug in der Familie. Dies geschah nicht ganz freiwillig. Schaffners wurden Opfer eines Raubüberfalls im eigenen Haus – und das hat Spuren hinterlassen. «Wir fühlten uns nicht mehr sicher», blickt Urs Schaffner zurück. Es war die Polizei, die den Anstoss gab, einen Hund ins Haus zu holen. Für das Ehepaar Schaffner aus heutiger Sicht ein Glücksfall. «Täglich viel frische Luft tut nicht nur den Tieren gut, es ‹lüftet› auch unseren Kopf jeweils gehörig durch.»

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