Lenzburg

Vor der Premiere: Wir zeigen den Trailer des neuen Freischarenmanöver-Films

Vor der Premiere: Wir zeigen den Trailer des neuen Freischarenmanöver-Films

Die Frontreportage aus dem Pulverdampf: der Trailer zum Freischarenmanöver-Film.

Filmemacherin Andrea Hauner hat mit einem Team von sechs Kameraleuten einen gut einstündigen Streifen über den mehr als 160-jährigen Lenzburger Brauch produziert. Am Dienstag feiert er Premiere.

Dieses Jahr ist ein manöverfreies Jahr in Lenzburg. Wie gut, dass es einen Ersatz gibt. Filmemacherin Andrea Hauner hat das Manöver 2018 und alles, was dazugehört, mit sechs Kameraleuten begleitet.

Entstanden ist ein Filmdokument mit farbenprächtigen, spektakulären und bewegenden Bildern über die weitherum einzigartige Tradition des Lenzburger Landschaftstheaters. Der Film feiert in der Lenzburger Jugendfestwoche am Dienstag, 9. Juli, Premiere.

«Hono-lulu!» Mit diesem Schlachtruf ziehen die Freischaren alle zwei Jahre ins  Manöver. Der Film beginnt jedoch nicht erst mit der Kriegserklärung. Die ersten Aufnahmen wurden bereits im Januar beim Freischrenrapport gemacht. Kameras waren beim Bereitstellen der Kostüms dabei, ebenso beim Abholen im Aresenal. Das Rekognoszieren der Manöverrouten um und auf dem Gofi bis zur Schützenmatte, wo das Spektakel mit einem farbenprächtigen Finale endet, wurde gefilmt, ebenso die Briefings der Kadetten- und Freischarenzüge, die Kadettenausbildung und die Kaderwahl.

«Eine aufregende Zeit»

Im Mittelpunkt der Reportage steht das in packenden Bildern dokumentierte kunterbunte Treiben im Städtchen drinnen, auf dem Gofi und in der Schützenmatte draussen. Als Beobachter vor der riesigen Leinwand sitzend, fühlt man sich hautnah am Geschehen, glaubt beim Krachen der Kanonen und Knattern der Gewehrsalven den reichlich verbreiteten Pulverdampf förmlich riechen. Man wird geradezu mitgerissen von den voranstürmenden Kadetten und den Beduinen, die hoch zu Pferd mit wallenden Gewändern rund um die Kanonenburg auf der «Schützi» galoppieren.

Filmemacherin Hauner spricht von «einer aufregenden Zeit», wenn sie von den Drehtagen erzählt. Noch Monate nach dem letzten Dreh zeigt sich die aus Hamburg stammende und kürzlich eingebürgerte Fernsehjournalistin tief beeindruckt von den Emotionen, welche das Spektakel in der gesamten Bevölkerung der Stadt auszulösen vermag.

Stephan Gurini, Mitinitiator des Freischarenfilms, der bei den vergangenen drei Manövern die Horde Freischaren als General angeführt hat, bestätigt Hauners Eindruck. «Das Freischrenmanöver ist ein unglaubliches Miteinander von Gross und Klein. Es verwischt alle gesellschaftlichen Grenzen und bringt ganz Lenzburg zusammen.»

Unterhalten soll der Film über das Freischarenmanöver, aber auch aufklären, sagt Stephan Gurini. «Wir wollten kein gesellschaftskritisches Dokument produzieren. Vielmehr soll der Film das Miteinander der Lenzburger Bevölkerung an diesem Anlass widerspiegeln. Dass so etwas heutzutage noch möglich ist, können Aussenstehende kaum mehr nachvollziehen.»

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